70 Jahre Erklärung der Menschenrechte: Bundesregierung ruft Wirtschaft zu mehr Einsatz für Menschenrechte auf

Am 10. Dezember 1948 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Diese Entscheidung stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Menschenrechte dar und hat auch 70 Jahre danach nichts an Aktualität verloren.

Die Bundesregierung hat das 70. Jubiläum der Menschenrechtserklärung in den vergangenen Tagen zum Anlass genommen auch die deutsche Wirtschaft in die Pflicht zu nehmen, entlang ihrer Lieferketten, den Schutz und die Wahrung der Menschenrechte sicherzustellen.

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Artikel
3 December 2018

Bundesminister fordern deutsche Unternehmen in gemeinsamen Brief zu mehr Lieferkettenverantwortung auf

Autor/in: Moritz Koch, Handelsblatt

"Bundesminister schicken Mahnschreiben an 7000 Unternehmen", 3. Dez 2018

... Parallel zur juristischen Aufarbeitung des Falls Kik erhöht die Bundesregierung den Druck auf die deutsche Wirtschaft, entlang ihrer internationalen Lieferketten die Achtung elementarer Menschenrechte sicherzustellen.

7000 Unternehmen erhalten dieser Tage Post aus Berlin – einen gemeinsamen Brief von Außenminister Heiko Maas und seinen Kabinettskollegen Olaf Scholz (Finanzen), Peter Altmaier (Wirtschaft), Hubertus Heil (Arbeit) und Gerd Müller (Entwicklung). [...]

„Wir wünschen uns, dass das Engagement für Menschenrechte künftig bei allen deutschen Unternehmen in den Grundsätzen und der Praxis ihrer Unternehmensführung fest verankert ist“, schreiben die fünf Minister und rufen die Adressaten dazu auf, in einem „Monitoring“ über ihre internen Vorkehrungen zur internationalen Achtung von Menschenrechten zu berichten.

Von den Antworten will die Regierung abhängig machen, ob eine gesetzliche Regelung her muss. [...]

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7 December 2018

Entwicklungsminister fordert Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten in Lieferketten auf

Autor/in: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

"Entwicklungsminister Müller: "Menschenrechte müssen täglich erkämpft werden - auch Unternehmen stehen in der Pflicht" ", 7. Dez 2018

Am Montag vor 70 Jahren haben die Vereinten Nationen in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. [...]

"Unternehmen müssen die Einhaltung [von Menschenrechten] sicherstellen, bei sich und in ihren weltweiten Lieferketten. Hier muss mehr passieren, vor allem gegen Kinderarbeit und ausbeuterische Löhne. Sollte die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen nicht ausreichen, muss der Gesetzgeber handeln. Das gilt auch für Handelsverträge. Jede Ware, die nach Europa importiert wird, muss garantiert frei von ausbeuterischer Kinderarbeit und Sklaverei sein, ob Schokolade, Kaffee oder Textilprodukte", so Minister Müller. [...]

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat in der vergangenen Woche zusammen mit dem Außen-, Finanz-, Wirtschafts- und Arbeitsminister 7.000 deutsche Unternehmen angeschrieben, um für die Mitwirkung bei der Überprüfung des Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) zu werben. So soll überprüft werden, ob bis zum Jahr 2020 mindestens die Hälfte aller deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten die Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt nachweislich in ihre Unternehmensprozesse integriert hat. [...]

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