Abwrackung von Schweizer Schiffen an südasiatischen Stränden gefährdet Arbeiter & Umwelt, zeigt Public Eye Recherche

Autor/in: Public Eye, Veröffentlicht am: 6 February 2019

"Wo Schiffe sich zum Sterben verstecken", Januar 2019

Anfang September 2018 starben zwei Männer bei einem Unfall auf einer Abwrackwerft namens «Honey», die von der auf dieses Geschäft spezialisierten RKB-Gruppe betrieben wird... Kein Jahr zuvor wurde die gleiche Abwrackwerft von der Schweizer Firma MSC genutzt...

Schlüsselthemen sind dabei die Sicherheitsprobleme und die medizinische Versorgung, doch auch andere wichtige Arbeitsbedingungen müssen dringend verbessert werden:

«Unterkünfte. Toiletten. Betriebskantinen. Korrekt vergütete Überstunden. Bezahlte Urlaubstage. Kranken- und Unfallversicherung für alle. Ausreichende Krankenhauskapazität.» ...

[D]er «Honey»-Werftbesitzer [versichert], dass die Familie rund 6250 Franken erhalten werde, was etwa drei Jahresgehältern auf der Abwrackwerft entspricht... 

Sobald ein Schiff zur Abwrackung bestimmt ist, gilt es nach internationalem Recht als Sondermüll...

Mit der profitableren Abwrackung an südasiatischen Stränden nutzt die Schifffahrtsindustrie die Schlupflöcher im Basler Regime...

Um die aktuellen Gesetzeslücken wenigstens auf europäischer Ebene zu schliessen, wurde kürzlich eine neue Verordnung über das Schiffsrecycling verabschiedet...

[Wir] haben [...] MSC [...] gebeten, uns «über die von MSC zum Abwracken verkauften Altschiffe und die internen Kriterien bei der Wahl der Werften» zu informieren. Die Antwort aus Genf war kurz und bündig. «Vielen Dank für Ihr Interesse an der Umweltstrategie von MSC. Wir lehnen es aber ab, an Ihrer Untersuchung teilzunehmen.» ...

Wir wollten wissen, ob MSC bestätigen kann, dass ihre in Alang ausgewählten Werften all diese Anforderungen erfüllen... [A]uch diese Rückmeldung [war] enttäuschend. «Wir bestätigen hiermit, dass wir Ihre Anfrage nicht beantworten können.»

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Betreffende Unternehmen: Mediterranean Shipping Company