Arbeitsbedingungen in Bangladesch: Hugo Boss nimmt Stellung zu Vorwürfen ausbeuterischer Arbeit in Zuliefer-Fabriken

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Erwiderung
17 June 2015

NGO-Rejoinder: Stellungnahme von Gisela Burckhardt zu Hugo-Boss-Stellungnahme

Autor/in: Dr. Gisela Burckhardt

...HB:„Bezüglich der Betriebe in Bangladesch ist anzumerken, dass der von im Buch als Negativbeispiel aufgeführte Betrieb schon seit geraumer Zeit nicht mehr für HUGO BOSS produziert.“ Zum einen werden zwei Fabriken im Buch genannt, die Hugo Boss beliefern, auch in der zweiten gab es Arbeitsverletzungen. Zudem ist es unerheblich, wenn Hugo Boss in der Fabrik in Chittagong nicht mehr produzieren lässt; das Unternehmen leugnet ja nicht, es getan zu haben. Laut eigenem Geschäftsbericht von Hugo Boss werden die Fabriken vor „Aufnahme einer dauerhaften Geschäftsbeziehung stets hinsichtlich der Erfüllung der Sozialstandards auditiert“. Ist das hier dann nicht passiert? Oder haben die Auditoren nichts gefunden? Warum hat Hugo Boss dann Aufträge dort platziert?...

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Antwort
21 May 2015

Antwort von Hugo Boss

Autor/in: Hugo Boss

...Bezüglich der  Betriebe in Bangladesch ist anzumerken, dass der von im Buch als Negativbeispiel aufgeführte Betrieb schon seit geraumer Zeit nicht mehr für HUGO BOSS produziert. Dies hätte vor Erscheinen des Buches auch bereits von der Autorin in Erfahrung gebracht werden können (auf diesen Betrieb bezieht sich auch eine Dokumentation des WDR, auf die die Autorin verweist). HUGO BOSS hat seinerzeit einiges unternommen, um bei jenem Betrieb an bestehenden Problemen zu arbeiten. So mussten beispielsweise mehrere Personen den Betrieb verlassen, da sie sich den Arbeiterinnen gegenüber nicht korrekt verhalten haben. Auch die von der Autorin in den Medien aufgeführten Sicherheitsmängel sind bereits von den von HUGO BOSS beauftragten Ingenieuren bei deren Sicherheitsüberprüfungen angezeigt und Maßnahmen eingeleitet worden. Da das Unternehmen sich bei jenem Betrieb jedoch schon im sogenannten „phasing out“ befand, konnte die Umsetzung der Maßnahmen nicht mehr verfolgt werden. Dennoch hatte das Unternehmen nachweislich sehr gute Kenntnisse über den Betrieb, was von der Autorin fälschlicherweise in Abrede gestellt wird. Die weiteren drei Betriebe, mit denen wir in Bangladesch arbeiten sind uns ebenfalls sehr gut bekannt. Die von der Autorin beschriebenen Umstände können wir dort in keiner Weise feststellen...

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Artikel
12 May 2015

Gegenantrag von Dr. Gisela Burckhardt: FEMNET und die Kampagne für Saubere Kleidung werfen HUGO BOSS einen Mangel an gesellschaftlicher Verantwortung vor

Autor/in: Dr. Gisela Burckhardt, FEMNET e.V., mit Unterstützung vom Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre

...„Todschick – Edle Labels, billige Mode – unmenschlich produziert“: Das Buch von Gisela Burckhardt enthüllt, dass auch für teure Marken wie HUGO BOSS Textilarbeiterinnen in Bangladesch ausgebeutet werden. Während sich das Unternehmen mit fairen Produktionsstandards schmückt, sieht die Realität bei den Zulieferern anders aus: Überstunden, marode Fabriken und keine Gewerkschaften. Burckhardt, Vorstandsvorsitzende von FEMNET, das Mitglied der Kampagne für Saubere Kleidung ist, hat die Aktionäre auf der Hauptversammlung von HUGO BOSS am 12. Mai in Stuttgart über ihre Rechercheergebnisse informiert...

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