Bananenindustrie in Ecuador laut Public Eye-Recherche von Arbeitsrechtsverletzungen geprägt; inkl. Stellungnahme von Chiquita

Im März 2020 veröffentlichte Public Eye neue Recherchen zu den Arbeitsbedingungen auf Bananenplantagen in Ecuador, die mutmaßlich u.a. Chiquita beliefern. Laut den Untersuchungen ist der Bananensektor von Problemen wie missbräuchlicher Kinderarbeit, Korruptionspraktiken, Vergiftungsfällen durch Pestizide, Vertragslosigkeit oder fehlenden Sozialversicherungen bei den Zulieferbetrieben geprägt.

Business & Human Rights Resource Centre hat Chiquita zu einer Stellungnahme eingeladen; diese können Sie untenstehend auf Englisch einsehen.

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Antwort
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15 June 2020

Response by Chiquita

Autor/in: Chiquita

Thank you very much for allowing us to provide our answer and point of view.

As with last time when we were asked to comment, it is disappointing when we learn about issues elsewhere the industry where others have not acted as we strive to do.

We have long term relationships with growers who are committed to the same path to sustainability as we are. Whilst this report states that it does not believe the conditions on farms supplying Chiquita to be different to those few visited in their investigation, they are. 

Please consider that Chiquita sources bananas from 12 different countries around the world, on which Ecuador is a very small percentage of our supply base. There, we source from a small number of growers that we have worked with for a number of years. There is a wide variation in the size and standards in banana production in Ecuador and the issues found are not representative of the high standards our partner growers uphold.

Artikel
31 March 2020

Solange der Preis stimmt

Autor/in: Public Eye

Bis heute berichten NGOs über Arbeitsrechtsverletzungen auf den Bananenplantagen – etwa wegen Pestizidvergiftungen und der Unterdrückung von Gewerkschaften...

Marktführer wie Chiquita müssen verpflichtet werden, menschenrechtliche Sorgfaltsprüfungen vorzunehmen, wie sie etwa die Konzernverantwortungsinitiative fordert...

Die Konzernverantwortungsinitiative fordert ausserdem, dass die Firmen öffentlich über identifizierte Risiken und getroffene Massnahmen berichten. Im Falle der Bananen dürfte man entsprechend Aussagen zu den drängendsten Problemen wie missbräuchliche Kinderarbeit, Korruptionspraktiken, die häufigen Vergiftungsfälle durch Pestizide, die Vertragslosigkeit oder die fehlenden Sozialversicherungen bei den Zulieferbetrieben erwarten.

Der ganze Bananensektor sei von diesen Missständen durchdrungen, erzählt man uns im Süden Ecuadors... Wir haben bei unseren Recherchen keine Hinweise darauf gefunden, dass die Situation auf Chiquita zuliefernden Plantagen grundlegend anders ist, weshalb wir davon ausgehen, dass auch Chiquita in seiner ecuadorianischen Lieferkette mit solchen Problemen konfrontiert ist. Inwiefern sich der Konzern dieser Risiken bewusst ist, er diese analysiert und Massnahmen zur Verhinderung von Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen ergreift, bleibt unklar. Zu unseren detaillierten Fragen wollte Chiquita keine Stellung nehmen...

Lesen Sie hier den vollständigen Post