Beschwerde gegen Schweizer Energieunternehmen BKW wegen Beteiligung an umstrittenem Windpark in Norwegen

Am 16. Januar 2020 reichte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) beim Schweizer Kontaktpunkt für die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen eine Beschwerde gegen das Energieunternehmen BKW ein. BKW ist an einem umstrittenen Windpark in Norwegen beteiligt, dass laut Beschwerde die Lebensgrundlage, Land- und kulturelle Rechte des nordeuropäische Volk der Südsami gefährdet. 

Medienberichten zufolge ist die BKW dialogbereit, und man die "Kontaktaufnahme durch das Seco abwarte und anschliessend die vom Verfahren vorgesehenen Schritte befolge".

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie hier.

Get RSS feed of these results

Alle Teile dieser Story

Artikel
16 January 2020

Gesellschaft für bedrohte Völker reicht Beschwerde gegen BKW ein

Autor/in: finanzen.ch

"BKW hat Beschwerde von Menschenrechtslobby am Hals", 16. Januar 2020

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) reicht diese heute beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ein. 

Die BKW habe ihre Sorgfaltspflicht nicht wahrgenommen und sich zu wenig eingebracht, um die negativen Auswirkungen des Projekts zu verhindern oder abzuschwächen, teilte die GfbV am Donnerstag mit. Die BKW habe bisher keine Verhandlungsbereitschaft gezeigt, wird die Klage gerechtfertigt...

Das nordeuropäische Volk der Südsami kritisiert, das Windkraftprojekt zerstöre die Winterweiden für die Rentierherden im Gebiet Storheia. Dadurch sei die Rentierzucht, die Lebensgrundlage der letzten Züchterfamilien, bedroht. Landrechte und kulturelle Rechte auf der Fosen-Halbinsel würden verletzt...

Die BKW zeigt sich in einer Stellungnahme weiterhin dialogbereit, hält aber auch fest, dass sich an der Beurteilung des Projekts nichts geändert habe. Dabei verweist der Konzern auf ein ausführliches Dokument auf ihrer Webseite, wo der Streitfall aus Sicht der Nordic Wind Power DA beschrieben wird...

Mit Blick auf die beim Seco hinterlegte Beschwerde hält die BKW lediglich fest, dass man die "Kontaktaufnahme durch das Seco abwarte und anschliessend die vom Verfahren vorgesehenen Schritte befolge"...

 

Lesen Sie hier den vollständigen Post

Artikel
16 January 2020

Windenergie-Anlage in Norwegen: Beschwerde gegen die BKW

Autor/in: Gesellschaft für bedrohte Völker

Die BKW Energie AG (BKW) ist am Bau und Betrieb von Europas grösster Festland-Windenergie-Anlage in Norwegen beteiligt. Aus Sicht der betroffenen Sami-Gemeinschaft und der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verletzt das im Bau begriffene Projekt auf der Fosen-Halbinsel Landrechte und kulturelle Rechte der betroffenen Südsami und verstösst gegen völkerrechtliche Abkommen und Menschenrechtskonventionen. Da die BKW bisher keine Verhandlungsbereitschaft zeigte, reicht die GfbV heute eine Beschwerde beim Schweizer Kontaktpunkt für die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen ein...

Im Dezember 2018 forderte das Uno-Komitee für die Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (CERD) den norwegischen Staat auf, das Bauprojekt zu sistieren, bis eine Lösung mit der betroffenen Südsami-Gemeinschaft gefunden wird. Diese Aufforderung wurde sowohl vom norwegischen Staat wie auch von den Investoren ignoriert...

Die GfbV will mit ihrer Beschwerde erreichen:

- dass die BKW ihre internen Richtlinien anpasst und ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflichten verbessert. Neben robusten Ausstiegsklauseln soll sich die BKW bei Investitionsprojekten dem Prinzip des «Free, Prior and Informed Consent» der UNO verpflichten und so die Mitsprache der indigenen Gemeinschaften sicherstellen

- dass die BKW einen Beschwerdemechanismus einführt, den lokale und indigene Gemeinschaften nutzen können

- dass die BKW die Landrechte der indigenen Gemeinschaften in künftigen Projekten respektiert

Lesen Sie hier den vollständigen Post