Bundeskartellamt untersagt Facebook Datensammlung aus Drittquellen ohne Zustimmung der Nutzer

Autor/in: Catrin Bialek, Dana Heide & Britta Weddeling, Handelsblatt, Veröffentlicht am: 11 February 2019

'Der Angriff des Kartellamts zielt auf Facebooks Geschäftsmodell', 7 Feb 2019

Nach drei Jahren Prüfung steht die Entscheidung des Bundeskartellamts fest: Facebook ist es künftig untersagt, Daten aus Drittquellen ohne Zustimmung der Nutzer zu sammeln und zu verwenden. Damit zwingt die Behörde das weltgrößte Netzwerk mit 2,3 Milliarden Mitgliedern, seine Geschäftspraktiken in Deutschland zu ändern. [...]

Die Behörde findet es problematisch, dass das Netzwerk Daten aus Drittquellen mit dem Facebook-Konto verknüpft. Gemeint sind damit zum einen Daten aus der Nutzung von konzerneigenen Diensten wie WhatsApp und Instagram und zum anderen Daten, die bei fremden Webseiten und Apps anfallen. [...]

Vier Monate hat das Bundeskartellamt Facebook eingeräumt, um ein überzeugendes Konzept zu erstellen, wie es künftig mit den Daten umgehen will. [...]

Die Entscheidung des Kartellamts ist noch nicht rechtskräftig. Facebook kann binnen eines Monats Beschwerde einlegen. Facebook kündigte bereits Widerstand an: „Wir lehnen die Auffassung des Bundeskartellamts entschieden ab und werden Beschwerde gegen den Beschluss einlegen“, hieß es in einem Blogpost, den der zuständige Facebook-Manager Nikhil Shanbhag am Donnerstagmorgen veröffentlichte. [...]

Kartellamtschef Mundt hofft, dass die Entscheidung eine Signalwirkung auf andere Länder haben wird. „Viele andere Wettbewerbsbehörden haben unsere Entscheidung sehr eng verfolgt“, sagte er. [...]

In Deutschland und Europa werden derzeit die Wettbewerbsregeln an die neuen Bedingungen in der Digitalwirtschaft angepasst. [...]

[mit Bezug auf Amazon, Google]

 

 

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Betreffende Unternehmen: Amazon.com Facebook Google (part of Alphabet)