China: Vorwürfe an Spielzeugkonzerne zu Arbeitsbedingungen in Fabriken

Verdeckte Ermittler*innen der Arbeitsrechtsorganisation China Labour Watch (CLW) haben im Auftrag der Christlichen Initiative Romero (CIR) die Arbeitsbedingungen in chinesischen Spielwarenfabriken, die für internationale Konzerne produzieren, untersucht. In einer im November 2019 veröffentlichen Studie berichtet die CIR von den Ergebnissen der Undercover-Recherchen und dokumentiert dabei Arbeitsrechtsverletzungen wie niedrige Löhne, exzessive Überstunden, prekäre Zustände in den Fabrik-Unterkünften, Fehlen von vorgeschriebenen Sicherheitstranings und Diskriminierung von Frauen. Laut der Organisation täten internationale Konzerne zu wenig, um die Zustände in den Fabriken zu kontrollieren und setzten ihren Zulieferern keine fairen Produktionsfristen. 

Alle untersuchten Fabriken sind vom „Ethical Toy Program (ETP)“ des Weltspielwarenverbandes ICTI zertifiziert, die eine eigene Untersuchung zu den Vorwürfen einleitete - mehr dazu auf Englisch hier.

Das Business & Human Rights Resource Centre hat die in dem Bericht genannten Konzerne nach einer Stellungnahme zu den Vorwürfen gebeten, die (Nicht-)Antworten der Unternehmen können Sie hier einsehen.

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Artikel
21 November 2019

Verdeckte Ermittler berichten von miserablen Arbeitsbedingungen

Autor/in: Karin Geil, Zeit Online

Die Arbeitssituation in chinesischen Fabriken hat sich kaum verbessert. Dies berichtet die Christliche Initiative Romero. Die Menschen- und Arbeitsrechtsorganisation beruft sich dabei auf Kenntnisse verdeckter Ermittler und Ermittlerinnen der Arbeitsrechtsorganisation China Labor Watch (CLW), die dort am Fließband Spielzeug gefertigt – und dabei gravierende Arbeitsrechtsverletzungen festgestellt haben...

Nach Angaben der Romero-Initiative haben viele Beschäftigte aber keine andere Wahl, als diese übermäßige Mehrarbeit zu leisten: Die Mindestlöhne für die reguläre Arbeitszeit reichten für eine Existenzsicherung nicht aus...

Besonders prekär sind die Zustände dem Report zufolge in den Fabrik-Unterkünften...

Darüber hinaus würden vorgeschriebene Sicherheitstrainings fehlen, die Arbeiterinnen und Arbeiter etwa im Umgang mit giftigen Stoffen nicht geschult...

In dem Report werden auch Fälle der Diskriminierung von Frauen beschrieben...

Die internationalen Konzerne, so beschreiben es die Arbeitsrechtler, kümmerten sich dabei nicht ernsthaft um bessere Arbeitsbedingungenin ihren Fabriken, setzten den Zulieferern keine fairen Produktionsfristen und strichen den Hauptteil der Gewinne für sich ein. Die Verhaltensregeln würden zwar formuliert, aber nicht kontrolliert...

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Bericht
20 November 2019

Eiskönigin im Sweatshop [vollständiger Bericht]

Autor/in: China Labor Watch, Christliche Initiative Romero

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Artikel
20 November 2019

Toys Report 2019: Eiskönigin im Sweatshop

Autor/in: Christliche Initiative Romero (CIR)

Verdeckte Ermittler*innen der Arbeitsrechtsorganisation China Labor Watch haben als Fließband-Arbeiter*innen in chinesischen Spielzeugfabriken gravierende Arbeitsrechtsverletzungen festgestellt. Die Fabriken wurden im Auftrag der CIR [...] unter die Lupe genommen, sie sind allesamt vom „Ethical Toy Program (ETP)“ des Weltspielwarenverbandes ICTI zertifiziert und produzieren für große Markenhersteller.

Für internationale Konzerne wie Disney, Hasbro, Mattel und Lego schieben die Arbeiter*innen dort in der Hochsaison bis zu 126 Überstunden monatlich– nicht immer freiwillig. In allen Fabriken wurde die gesetzliche Überstundengrenze von 36 Stunden massiv überschritten, vorgeschriebene Sicherheitstrainings fehlten, keine Fabrik zahlte einen existenzsichernden Lohn. Teilweise werden 10 – 15 Arbeiter*innen zum Schlafen in ein Zimmer gepfercht und Sozialversicherungsbeiträge nicht gezahlt...

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