Deutsche Unternehmen äußern sich besorgt über Fremdenfeindlichkeit & Rechtsextremismus

Im sächsischen Chemnitz ist es Ende August und Anfang September mehrfach zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen gekommen, nachdem ein 35 Jahre alter Deutscher getötet wurde. Als Tatverdächtige sitzen zwei Männer in Untersuchungshaft, die mutmaßlich aus Syrien und dem Irak stammen. Die Aufmärsche Rechtsextremer sorgten im In- und Ausland für Empörung.

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14 September 2018

Daimler-Vorstandsvorsitzender wendet sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

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"Die alarmierenden Ereignisse der vergangenen Tage und Wochen in Deutschland beschäftigen uns alle. Gestern wurde auch im Bundestag wieder gefordert, dass Demokraten hier eindeutig Stellung beziehen. Unsere Position bei Daimler ist eindeutig:

Daimler ist ein globales und weltoffenes Unternehmen. Rassismus und Diskriminierung haben keinen Platz bei uns. Allein in Deutschland arbeiten in unseren Werken jeden Tag Menschen aus mehr als 140 verschiedenen Nationen erfolgreich zusammen. Toleranz ist ein elementares Grundprinzip für uns. Wir erwarten von allen unseren Mitarbeitern, dass sie einander mit Respekt, Offenheit, Vertrauen und Fairness begegnen. Wir beobachten diese Ausschreitungen mit Sorge. Jeder ist aufgerufen, der Radikalisierung entgegenzutreten, denn diese hat noch nie zu tragfähigen Lösungen geführt."

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14 September 2018

Infineon-Chef warnt vor Hass und Abschottung

Autor/in: LinkedIn.com

Dr. Reinhard Ploss, CEO von Infineon: „Wir können stolz sein auf die Werte, für die Deutschland seit Jahrzehnten steht: Achtung der Würde aller Menschen, Demokratie, Freiheit jedes Einzelnen und Weltoffenheit. Diese haben wesentlich zum Wohlstand in Deutschland beigetragen. Trotz aller Probleme geht es den meisten Menschen hier so gut wie noch nie. Statt aber gemeinsam anzupacken und dieses Land mutig voranzubringen, wachsen bei Vielen Hass, Neid und der Ruf nach Abschottung. Dagegen müssen wir uns stemmen. Gemeinsam müssen wir die Grundwerte verteidigen – alle, die wir hier leben und die hier leben wollen. Sonst verspielen wir sowohl das, was Generationen erarbeitet haben, als auch die Hoffnung kommender Generationen auf eine lebenswerte Zukunft. Unser Unternehmen ist auf den globalen Märkten erfolgreich dank der vielen Menschen, die in Deutschland und in aller Welt für Infineon arbeiten. Um langfristig an der Spitze des Wettbewerbs zu bleiben, wollen wir die besten Köpfe mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Perspektiven. Was uns bei Infineon über alle Grenzen verbindet, sind Respekt, Vertrauen, Leistungswille und Offenheit – unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Kultur, Nationalität oder Religion. Hier machen wir keine Kompromisse.“

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4 September 2018

Wirtschaft besorgt wegen Chemnitz - Chefs von Eon, Thyssenkrupp und Vonovia äußern sich

Autor/in: Westdeutsche Allgemeine Zeitung über Presseportal

Angesichts der ausländerfeindlichen Proteste in Chemnitz zeigen sich Chefs großer deutscher Unternehmen besorgt. "Selbstverständlich geben die Ereignisse in Sachsen Anlass zur Sorge und fordern zum Handeln auf", sagte Eon-Chef Johannes Teyssen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Dienstagausgabe)... "Politik und Wirtschaft mit ihrem Handeln und mit ihren Entscheidungen die Wirkungen auf die Menschen in den Mittelpunkt stellen und dort Sicherheit geben, wo dies möglich ist..."

Bernd Tönjes, der Vorstandschef der RAG-Stiftung und Moderator des Wirtschaftsbündnisses Initiativkreises Ruhr [dazu gehören u.a. Deutsche Bank, die Bahn, BP, Commerzbank, DHL, Hochtief und RWE], äußerte sich ebenfalls besorgt. "Unser gutes Ansehen im Ausland, aber vor allem doch unsere eigene gesellschaftliche Stabilität sind Werte, denen wir uns alle verpflichtet fühlen sollten...."

Rolf Buch, Vorstandschef des Bochumer Dax-Konzerns Vonovia [...] sagte [...] "Wir sollten alle gemeinsam daran arbeiten, Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken und zu zeigen, wie vielseitig Deutschland ist." Thyssenkrupp-Vorstandschef Guido Kerkhoff sagte, Made in Germany stehe weltweit "nicht nur für die herausragende Qualität unserer Produkte". Kerkhoff betonte: "Es steht auch für unsere Werte einer offenen und toleranten Gesellschaft... Da sind auch wir als Unternehmen gefragt, uns klar für diese Werte einzusetzen."

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3 September 2018

In Sachsen ansässige Unternehmen erheben Stimme gegen Rechtsradikalismus

Autor/in: Thomas Tuma; Klaus Stratmann; Donata Riedel; Anja Müller & Jannik Tillar, Handelsblatt

"Unternehmen erheben ihre Stimme gegen den braunen Mob", 29. August 2018

Die Geschäftsführerin macht sich Sorgen – mal nicht um die Zukunft ihrer filigranen Branche, sondern um die Robustheit der Republik an sich. Einerseits ist Judith Borowskis Lebensmittelpunkt Berlin-Kreuzberg, wo selbst die ohnehin bunte Hauptstadt am buntesten ist. Andererseits schlägt das Herz ihres Unternehmens im tiefsten Sachsen, wo derzeit vor allem der rechtsradikale Mob für Furore sorgt...

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[mit Bezug auf Porsche, Swatch, Richemont, NOMOS Glashütte, Wempe KG, Tutima Uhrenfabrik GmbH]

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3 September 2018

Sächsische Landesregierung muss Reaktion gegen rechtsextreme Ausschreitungen zeigen, fordert Unternehmenschefin

Autor/in: Tanja Tricarico, Tageszeitung

"Sachsen muss dringend reagieren", 31. August 2018

Frau Borowski, Sie sind Geschäftsführerin von Nomos, einem Unternehmen mit Sitz in Glashütte, das weltweit hochwertige Uhren exportiert. Was tun Sie im Kampf gegen rechts?

Wir haben ausländische, homosexuelle und behinderte Mitarbeiter und wir haben auch die Pflicht, auf diese Menschen aufzupassen. Der Belegschaft bieten wir derzeit Seminare an, wie sie mit Pegida und Rechten umgehen können. Wir wollen aufklären, was hinter deren Parolen steht. In der Region ist unsere Haltung bekannt, dass wir uns gegen Nazis stellen. Das tun wir für die Belegschaft, aber auch für den Ruf unseres Unternehmens. Wenn wir unsere Weltoffenheit verspielen, haben wir auch ein wirtschaftliches Problem....

Die Bilder aus Sachsen gehen um die Welt. Wie groß ist der Schaden für den Wirtschaftsstandort Sachsen?

Das ist der Supergau, und der Freistaat Sachsen muss dringend reagieren. [...] Sachsen steht mittlerweile für die hässliche Seite Deutschlands. Natürlich gibt es auch Menschen, die anders ticken, aber ihre Stimme ist zu leise...

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2 September 2018

Vorfälle wie in Chemnitz schaden Deutschlands Ansehen, so Siemens-Chef

Autor/in: Frankfurter Allgemeine Zeitung

Siemens-Chef Joe Kaeser fürchtet negative Auswirkungen für die Wirtschaft wegen der ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz. „Wir exportieren in Deutschland nicht nur Produkte, sondern auch Werte. Wir tragen eine besondere Verantwortung wegen unserer Geschichte, das dürfen wir nicht vergessen“, sagte der Manager dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Vorfälle wie die in Chemnitz schaden dem deutschen Ansehen in der Welt."...

Die Ausschreitungen könnten auch Auswirkungen im Ringen deutscher Unternehmen um Fachkräfte haben. Dies sei ein Thema, das man ernst nehmen müsse, sagte Kaeser. „Wir haben über 378.000 Kollegen weltweit und fast 130.000 in Deutschland. Alle diese Mitarbeiter müssen sich wohlfühlen, egal welcher Herkunft sie sind.“

Die Vielfalt der Mitarbeiter sei ein Teil der Stärke von Siemens. „Deswegen müssen wir Werte wie Offenheit und Toleranz auch in eigenem Interesse fördern.“...

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