Deutschland: Amazon-Mitarbeiter*innen fordern bessere Schutzmaßnahmen während der Corona-Pandemie

Autor/in: Sarah Ulrich, taz, Veröffentlicht am: 3 April 2020

Etwa 1.500 Menschen beschäftigt Amazon im Leipziger Lager. Mehrere hundert arbeiten gleichzeitig während einer Schicht...

Erst Ende März wurde in New York der Amazon-Mitarbeiter Christian Smalls entlassen, der einen Protest organisiert hatte. Er wirft dem Unternehmen vor, die Mitarbeiter:innen in der Corona-Krise nicht ausreichend zu schützen. Amazon bestreitet das und begründet die Kündigung damit, dass Smalls gegen Quarantäneauflagen verstoßen und dadurch Kollegen gefährdet hat...

Seit Ausbruch der Pandemie in Europa reagierte es auch in Deutschland mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen...

Amazon bemüht sich um Entzerrung der Kontakte zwischen Arbeitenden. So sagen es Konzernsprecher:innen... Eine Sprecherin schickt auf verschiedene Fragen [den] Link zum Unternehmensblog...

Markus Hedrich [...] sagt, man könne die Mitarbeitenden durchaus besser schützen. Zum Beispiel gebe es im Lager noch Atemschutzmasken, die die Mitarbeitenden aber erst bekämen „wenn es hart auf hart kommt“. Außerdem würden die Maßnahmen zur Entzerrung nur bedingt etwas nützen...

[D]er Onlinehändler [zahlt] seit dem 16. März bis Ende April 2 Euro mehr Stundenlohn für alle Arbeiter:innen im Dienst zahlt. Nicht jedoch an jene, die krank zu Hause bleiben...

Schon seit knapp sieben Jahren fordert [die Gewerkschaft Verdi] eine Lohnangleichung an die Tariflöhne des Einzelhandels... Dass man die Löhne nun erhöhe, führe dazu, dass sich Beschäftigte krank zur Arbeit schleppen und damit eine Gesundheitsgefährdung darstellen, kritisiert der Verdi-Bundesfachgruppenleiter für Einzel- und Versandhandel...

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Betreffende Unternehmen: Amazon.com