Sie werden zur Coverstory weitergeleitet. Sollte dies nicht automatisch in einigen Sekunden geschehen, klicken Sie bitte auf den untern stehenden Link.
de/deutschland-arbeitsminister-heil-plant-gesetz-gegen-schlechte-arbeitsbedingungen-bei-paketzustellern#c187677

Deutschland: Arbeitsbedingungen von Paketzulieferern

Autor/in: Barbara Dribbusch, Tageszeitung, Veröffentlicht am: 30 April 2019

[...] Paketlieferanten und -lieferantinnen sind das neue Dienstleistungs­proletariat, sie erleben die Kehrseite eines Onlinehandels, der verwöhnten KundInnen möglichst „kostenlose“ und möglichst schnelle Lieferung verspricht. „Die Einhaltung des Lieferversprechens ist uns wichtig“, sagt Nadiya Lubnina, Sprecherin bei Amazon. Wie genau eine „kostenlose“ Lieferung über Amazon finanziert wird, darüber gibt das Unternehmen keine Auskunft.

„Die Kunden sind bequemer und anspruchsvoller geworden, und das ist auch durch Amazon gekommen“, meint Anna Montasser, Sprecherin des Bundesverbandes Onlinehandel (BVOH), „aber es gibt keine ‚kostenlose‘ Lieferung, es ist alles irgendwo eingepreist“. Amazon handelt als Großversender bei den Zustelldiensten hohe Rabatte aus. [...]

Der Preisdruck wird an die Boten weitergegeben. Neue Daten aus einer Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigen, dass Erwerbstätige in Logistikberufen überdurchschnittlich oft „an der Grenze der Leistungsfähigkeit“ arbeiten. [...]

Am schlechtesten dran sind die AusfahrerInnen bei kleinen Subunternehmen, die etwa für Hermes oder DPD arbeiten und selbst zu knapp kalkulieren. „Viele Subunternehmer, die keine Erfahrungen haben, nehmen Aufträge an mit zu viel Paketen für zu wenig Geld“, meint Schumann vom BdKEP. Daher kämen die vielen unbezahlten Überstunden und überlangen Schichten zusammen, bis die ganze Lieferung ausgefahren sei. [...]

Lesen Sie hier den vollständigen Post

Betreffende Unternehmen: Amazon.com Deutsche Post DPDgroup Hermes