Deutschland: Firmen halten Abschiebungen trotz Ausbildungsvertrag für rechtswidrig

Seit August 2016 ist im Integrationsgesetz festgelegt, dass Asylbewerber während der Lehrzeit die Sicherheit haben, hier bleiben zu dürfen und auch für zwei weitere Jahre ein Aufenthaltsrecht haben, wenn sie nach der dreijährigen Ausbildung weiterbeschäftigt werden. Dennoch häufen sich Abschiebebescheide für junge Flüchtlinge. Viele Arbeitgeber beklagen jetzt diesen Umschwung hin zu einer rigorosen Abschiebepraxis und halten ihn sogar möglicherweise für rechtswidrig.

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Artikel
25 April 2017

Auszubildende müssen zurück: Firmen beklagen Abschiebungen

Autor/in: n-tv

In Deutschland werden trotz des neuen Integrationsgesetzes weiter Flüchtlinge abgeschoben, die einen Ausbildungsplatz sicher oder eine Ausbildung begonnen haben. Viele Arbeitgeber sind deshalb empört und verunsichert, ob sie geflüchtete junge Menschen einstellen sollen... Wirtschaftsverbände und die Bundesagentur für Arbeit fordern, diese möglicherweise rechtswidrige Abschiebepraxis endgültig zu beenden... Die Handwerksbetriebe, die Fachkräfte brauchen, erwarteten hier mehr Rechtssicherheit, um besser planen und ihr Engagement bei der Ausbildung auch umsetzen zu können... Im Integrationsgesetz [...] ist auch festgelegt, dass solche Flüchtlinge für zwei weitere Jahre ein Aufenthaltsrecht haben, wenn sie nach der dreijährigen Ausbildung weiterbeschäftigt werden... Unternehmen berichten, dass Ausländerbehörden gerade die '3+2-Regelung' für Auszubildende unterschiedlich auslegen... Das erschwere deren Integration in den Arbeitsmarkt...

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Artikel
10 April 2017

Wenn die gehen sollen, die gerade richtig angekommen sind

Autor/in: Der Tagesspiegel

Seit Wochen häuften sich negative Bescheide für junge Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Irak und sogar Syrien. Überall in Berlin und Brandenburg engagieren sich Menschen gegen Abschiebungen... Obwohl alle eine existenzielle Bedrohung erlebt hätten, erhielten sie kein Bleiberecht. [In Berlin plädieren] Lehrer [...] dafür, „unsere Schülerinnen und Schüler nicht abzuschieben“, auch weil viele Deutsch gut genug sprechen, um eine Ausbildung zu beginnen, und meinen: „Dieser plötzliche Umschwung hin zu einer rigorosen Abschiebepraxis erscheint uns politisch willkürlich, moralisch fragwürdig und wirtschaftlich unsinnig“... Die darauf spezialisierten Anwälte sind völlig überlastet...

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