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Deutschland: Schutz ausländischer Arbeiter vor Ausbeutung unzureichend, stellt Institut für Menschenrechte in drittem Bericht fest

Autor/in: Spiegel Online, Veröffentlicht am: 14 December 2018

"Zahl der Arbeitsmigranten steigt auf 164 Millionen", 5 Dezember 2018

Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) hält den Schutz ausländischer Arbeiter vor Ausbeutung in Deutschland für absolut unzureichend. Ein Teil der Arbeitsmigranten sei "von schwerer Arbeitsausbeutung betroffen", stellte das Institut in seinem dritten Menschenrechtsbericht fest...

Einige Arbeitgeber zahlten Ausländern Löhne weit unterhalb des Mindestlohns von derzeit 8,84 Euro, heißt es... Sie führten keine Sozialabgaben für sie ab. Die Ausländer müssten unbezahlte Überstunden leisten, würden in menschenunwürdigen Unterkünften untergebracht.

Oftmals würden sie mit Drohungen oder sogar mit Gewalt davon abgehalten, sich Hilfe zu suchen. Viele schwarze Schafe seien in der Baubranche zu finden, in fleischverarbeitenden Betrieben, in der Pflege, der Prostitution, in der Reinigungsbranche, der Gastronomie und im Bereich Logistik.

Häufig fehlten Arbeitsverträge oder Lohnabrechnungen, sodass es für die Arbeitsmigranten schwer sei, die Ausbeutung zu dokumentieren und ausstehenden Lohn einzuklagen. Um das Machtgefälle zwischen den Migranten und ihren Arbeitgebern zu verringern, hätten andere Staaten ein Verbandsklagerecht von Gewerkschaften eingeführt oder Behörden die Befugnis erteilt, individuelle Lohnansprüche für die Arbeitnehmer einzuklagen...

  • Eine umfassende Reportage zum Thema Arbeitsmigration finden Sie hier.

Lesen Sie hier den vollständigen Post