Dorfbewohner protestieren gegen Zementabbau in Indonesien

Autor/in: Thomas Kruchem, Deutschlandfunk Kultur, Veröffentlicht am: 3 September 2019

"Dorfbewohner wehren sich gegen Großkonzerne", 28. August 2019

Auf Java zerstört die Zementindustrie Gebiete, die unter Naturschutz stehen. Widerstand kommt vor allem von einer sozialen Bewegung, die schon im 19. Jahrhundert gegründet wurde...

Seit 2006 richtet die Zementindustrie ihre Augen auf die Kendeng-Berge – namentlich die Unternehmen Semen Indonesia und Indocement, eine Tochter des deutschen Weltmarktführers HeidelbergCement...

Anfang 2017 verfügte der Oberste Gerichtshof Indonesiens, dass der Gouverneur die Abbaugenehmigung für Semen International widerrufen müsse. Ein Urteil, das der Gouverneur allerdings nur pro forma respektierte: Er widerrief zwar die Genehmigung; zugleich aber empfahl er Semen International, ein geringfügig geändertes Umweltverträglichkeitsgutachten vorzulegen – auf dessen Basis er eine neue Abbaugenehmigung ausstellen werde...

In der deutschen Zentrale von HeidelbergCement verweigern Andreas Schaller, bis vor kurzem Sprecher des Konzerns, und sein Nachfolger Christoph Beumelburg jedes offizielle Interview zur Kendeng-Problematik. In einer schriftlichen Stellungnahme schreibt Schaller:

„Es wurden umfangreiche Maßnahmen eingeplant, um den Wasserhaushalt in der Region zu schützen. Es wird ein Sicherheitsabstand zum Grundwasser eingehalten. Oberflächenwasser soll aus einem Fluss entnommen und in eigens angelegten Wassertanks gespeichert werden. In der Trockenphase soll ein Teil dieses Wassers auch der lokalen Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden, deren Wasserversorgung sich damit eher verbessern sollte.“ ...

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Betreffende Unternehmen: HeidelbergCement Semen Indonesia