DR Kongo: Entwicklungsbanken laut Human Rights Watch-Bericht in Menschenrechtsverletzungen durch Palmölunternehmen verwickelt

Der im November 2019 von Human Rights Watch veröffentlichte Bericht "A Dirty Investment" wirft vier europäischen Entwicklungsbanken vor, die Rechte der Menschen, die auf drei von ihnen finanzierten Feronia-Plantagen in der Demokratischen Republik Kongo arbeiten und leben, nicht ausreichend zu schützen. Die Finanzinstitutionen aus Belgien, Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden teilten darafhin mit, dass sie die Palmölfirma PHC (Tochtergesellschaft von Feronia im Kongo) dazu anhalten wollen, Maßnahmen zur Verbesserung der Situation vor Ort einzuführen. Weitere Informationen, den vollständigen Bericht sowie die gemeinsame Stellungnahme der Banken finden Sie auf Englisch hier; weitere Informationen auf Deutsch untenstehend.

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25 November 2019

DR Kongo: Entwicklungsbanken in Menschenrechtsverletzungen durch Palmölunternehmen verwickelt

Autor/in: Human Rights Watch

"DR Kongo: Entwicklungsbanken verwickelt in Menschenrechtsverletzungen durch Palmölunternehmen"

Vier europäische Entwicklungsbanken finanzieren ein Palmölunternehmen in der Demokratischen Republik Kongo, das Arbeiterrechte verletzt und giftige Abfälle verkippt, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht...

Der 95-seitige Bericht „A Dirty Investment: European Development Banks’ Link to Abuses in the Democratic Republic of Congo's Palm Oil Industry” dokumentiert, dass Investitionsbanken aus Belgien, Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden die Rechte der Menschen, die auf drei von ihnen finanzierten Plantagen arbeiten und leben, nicht ausreichend schützen...

Die Entwicklungsbanken sollten Richtlinien verabschieden, die sicherstellen, dass die Unternehmen, in die sie investieren, ihren Arbeitern existenzsichernde Löhne zahlen, so Human Rights Watch... Die Banken sollten systematische Risikobewertungen durchführen, die insbesondere beurteilen, wie sich Projekte auf die Menschenrechte auswirken können, und zeitgebundene Pläne zur Durchführung Maßnahmen erstellen, wie diesen Gefahren begegnet werden kann. Sie sollten diese Informationen an potenziell betroffene Gemeinden und die zuständigen Behörden weitergeben.

Die Banken sollten zudem ihr Beschwerdemanagement stärken, um Opfern wirklich Zugang zu Entschädigung zu bieten, dies in potenziell betroffenen Gemeinden bekannt machen und Maßnahmen einführen, um diejenigen vor Vergeltung zu schützen, die Menschenrechtsverletzungen melden oder Kritik an Investitionsprojekten äußern.

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25 November 2019

Palmölfirma im Visier

Autor/in: Judith Raupp, Süddeutsche Zeitung

Scharfe Kritik der Organisation Human Rights Watch (HRW) hat die Entwicklungsbanken aufgeschreckt. Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) sowie die Finanzinstitutionen Belgiens, Großbritanniens und der Niederlande haben mitgeteilt, dass sie die Palmölfirma "Plantations et Huileries du Congo" (PHC) anhalten wollen, auf Beschäftigte und die Bevölkerung zuzugehen. Die Banken haben in den vergangenen sechs Jahren insgesamt 100 Millionen Dollar in das defizitäre Unternehmen in der Demokratischen Republik Kongo investiert.

HRW wirft dem Agrarbetrieb vor, Tagelöhner über lange Zeit nicht fest anzustellen, sie beim Spritzen von Pestizid unaufgeklärt gesundheitlichen Gefahren auszusetzen und Bäche zu verschmutzen, aus denen die Bevölkerung Trinkwasser schöpft. Die Banken erklärten nun, PHC solle die unabhängige Mitarbeitervertretung stärken, transparente Arbeitsverträge und Lohnzettel aushändigen sowie mehr Arbeiter fest anstellen. Zudem sollten Arbeiter in Lokalsprache über den Umgang mit Pestizid aufgeklärt werden, Waschgelegenheiten erhalten, regelmäßig untersucht und über ihren Gesundheitszustand informiert werden. Außerdem solle PHC Vorschläge unterbreiten, wie das Abwasserproblem gelöst werden könne. HRW fordert indessen, das Unternehmen solle die konkreten Pläne zum Einhalten der Umwelt- und Sozialstandards offen legen, inklusive Zeitplan. Außerdem sollten die Löhne erhöht werden...

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