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Human Rights Watch: Sexuelle Belästigung im Bekleidungssektor weit verbreitet; Aufforderung an Unternehmen zu Gegenmaßnahmen

Autor/in: FashionUnited, Veröffentlicht am: 5 March 2019

'Bekleidungsindustrie: Sexuelle Belästigung laut Human Rights Watch an der Tagesordnung', 25 Feb 2019

Human Rights Watch (HRW) hat einen Bericht veröffentlicht, in dem der Bekleidungssektor aufgefordert wird, mehr gegen sexuelle Belästigung von Frauen und Mädchen in der gesamten Lieferkette zu unternehmen.

Die Nichtregierungs-Organisation fand heraus, dass sexuelle Belästigung in Bekleidungsfabriken in Indien, Pakistan, Kambodscha und Bangladesch, Ländern, in denen viele internationale Modefirmen ihre Kleidung herstellen, weit verbreitet ist. Atemberaubende 59 Länder auf der Welt haben keine spezifischen Gesetze gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, aber selbst wenn sie über welche verfügen, wie im Falle Pakistans und Indiens, sind sich viele Arbeitnehmer ihrer Rechte nicht voll bewusst oder haben Angst vor Vergeltungsmaßnahmen, wenn sie sich beschweren. [...]

HRW fordert den Bekleidungssektor auf, eine neue Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zur Bekämpfung von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz zu unterstützen. [...]

Darüber hinaus empfahl die Organisation Marken, sich nicht mehr auf Sozialaudits zu verlassen, da diese „nicht in der Lage sind, sexuelle Belästigung oder andere Formen geschlechtsspezifischer Gewalt am Arbeitsplatz zu erfassen und anzugehen.“ [...]

HRW-Empfehlungen für globale Bekleidungs- und Schuhunternehmen:

  • 1. Unterstützen Sie öffentlich das ILO-Übereinkommen zur Bekämpfung von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz.
  • 2. Veröffentlichen Sie die globale Liste der Fabriken, mit denen sie zusammenarbeiten.
  • 3. Führen Sie regelmäßig Studien zur Untersuchung geschlechtsspezifischer Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz in jedem Produktionsland durch.
  • 4. Marken sollten im Rahmen von Sourcing- und Compliance-Informationen ausarbeiten, ob die Fabrik, bei der sie Bestellungen aufgeben, Schwesterunternehmen im Besitz derselben Muttergesellschaft hat.
  • 5. Ergreifen Sie Maßnahmen, um die Einkaufspraktiken des Unternehmens zu untersuchen und zu korrigieren, um Risiken missbräuchlicher Praktiken in der Lieferkette zu vermeiden und zu verringern.

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