Indien: FEMNET bemängelt Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben von HUGO BOSS

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Antwort
2 June 2016

Antwort HUGO BOSS

Autor/in: HUGO BOSS

...Die Aussage, dass HUGO BOSS nur 30% der für den Konzern produzierenden Betriebe auditieren lasse, ist leider nicht korrekt. Zu der Zahl, der im Nachhaltigkeitsbericht 2014 aufgeführten 617 Betriebe, ist anzumerken, dass sie nicht nur die für uns produzierenden Betriebe, sondern auch unsere direkten Roh- und Fertigwarenlieferanten umfasst, bei denen unser Verhaltenskodex und unsere Sozialbedingungen vertraglich bestätigt sind. Ferner gibt diese Zahl alle im System hinterlegten Kreditoren wieder. Das bedeutet, dass einzelne Produktionsbetriebe - über verschiedene Produktdivisionen - mehrfach im System angelegt sind und folglich mehrfach gezählt wurden. Bereinigt liegt die tatsächliche Auditierungsquote für unsere Produzenten bei 94%. Wir nehmen den Hinweis von Frau Dr. Burckhardt aber auf und werden versuchen 2016 eine andere Darstellung der Auditierungsquote zu finden, um weitere Missverständnisse zu vermeiden...

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Erwiderung
2 June 2016

Rejoinder FEMNET

Autor/in: Gisela Burckhardt, FEMNET

...Diese Antwort ist irreführend. Fakt ist, dass die beiden Fabriken für Hugo Boss produzieren, das wird ja auch nicht geleugnet. An welcher Stelle in der Lieferkette diese Fabriken stehen, ist völlig unerheblich, also ob sie den Auftrag direkt von Hugo Boss erhalten haben oder über Dritte. Es zeigt eher, dass Hugo Boss nicht seine gesamte Lieferkette kennt. Nach den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte kommt Hugo Boss demnach nicht ausreichend seiner Vorsorgepflicht nach. Ein Unternehmen, das seine Lieferkette nicht kennt, kann auch nicht dafür sorgen, dass keine Menschenrechte verletzt werden...

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Artikel
19 May 2016

Gegenantrag zur Hauptversammlung der HUGO BOSS AG am 19. Mai 2016

Autor/in: FEMNET

...Aufgrund von Befragungen von Arbeiterinnen durch Cividep, einem Partner von FEMNET in Indien, konnten jedoch allein schon in zwei Fabriken, in denen HUGO BOSS produzieren lässt,  Arbeitsrechtsverletzungen aufgedeckt werden. Von der Fabrik Arvind Mills Ltd, in der 2500 bis 3000 Menschen angestellt sind, bezieht HUGO BOSS seit mindestens einem Jahr Jeans- und Webwaren sowie konfektionierte Waren. Von der zweiten Fabrik Trio Apparels in Bangalore bezieht HUGO BOSS T-Shirts. Merkwürdigerweise werden diese zwei Fabriken in Indien nicht im Nachhaltigkeitsbericht 2014 erwähnt...

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Artikel
17 May 2016

PM: FEMNET besucht die Hauptversammlung von HUGO BOSS am 12. Mai mit zwei Inderinnen

Autor/in: HUGO BOSS

...Überstunden: Wenn eine Fabrik nicht genug Arbeit hat, werden die Beschäftigten nach Hause geschickt. Wenn die nächste große Lieferung bevorsteht, müssen die Arbeiterinnen länger bleiben und die freibekommene Zeit mit Überstunden ausgleichen. Die Arbeiterinnen machen bis zu 40 Überstunden im Monat. Nur mit Überstunden können sie ihren Lohn etwas aufbessern, um überleben zu können...Alle befragten Arbeiterinnen gaben an, dass sexuelle Belästigungen in der Bekleidungsindustrie weit verbreitet seien und sexuelle Übergriffe vorkommen. Obwohl es in den Fabriken „Komittees gegen sexuelle Belästigungen“ gibt, wussten die Frauen nicht, wozu diese da sind.  In der Regel werden die Komitee-Mitglieder vom Management bestimmt...

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