Jahr gegen Kinderarbeit 2019: Kampagnen in Deutschland

Stop Child Labor Graffiti | Foto: Adrienne Henck, 2010 | https://www.flickr.com/photos/advocacy_project/4759235889 | https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen weltweit schätzungsweise 152 Millionen Kinder - fast jedes zehnte Kind - im Alter zwischen fünf und siebzehn Jahren arbeiten, obwohl zahlreiche internationale Verträge wie die UN-Kinderrrechtskonvention und die ILO-Kernarbeitsnormen die Rechte der Kinder auf Schutz, Fürsorge und Bildung garantieren. Etwa 73 Millionen dieser Mädchen und Jungen leiden unter Arbeitsbedingungen, die als gefährlich oder ausbeuterisch gelten und sie ihrer elementaren Rechte berauben.

Brot für die Welt und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rufen daher zur Teilnahme an einer globalen Kampagne gegen Kinderarbeit auf, um die Vernachlässigung und Ausbeutung von Kindern weltweit zu beenden und ihnen eine Chance auf gute Bildung zu ermöglichen. Für die Kampagne "100 Million" sollen weltweit 100 Millionen Jugendliche gewonnen werden, die sich für Kinderrechte stark machen und den Dialog mit politischen Entscheidungsträger*innen in ihren Heimatländern suchen.

Entwicklungsminister Gerd Müller kündigte für 2019 ebenfalls eine Kampagne gegen Kinderarbeit an.

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Artikel
17 January 2019

Globale Kampagne gegen Kinderarbeit startet auch in Deutschland

Autor/in: Brot für die Welt

'Globale Kampagne für Kinderrechte gestartet', ohne Datum

[...] Ausbeutung von Kindern durch Arbeit ist ein Verbrechen und ein fortgesetzter Skandal, mit dem wir uns nicht abfinden dürfen. Deshalb machen Brot für die Welt und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit bei der von Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi ins Leben gerufenen Kampagne „100 Million“. Die internationale Kampagne hat zum Ziel, der Vernachlässigung und Ausbeutung von weltweit über 100 Millionen Kindern ein Ende zu machen und allen Kindern gute Bildung zu ermöglichen. Dafür sollen 100 Millionen Jugendliche gewonnen werden, die sich für Kinderrechte stark machen und den Dialog mit Entscheidungsträgern aus der Politik suchen. [...]

Mitte November [2018] wurde die Kampagne „100 Million“ auch in Deutschland gestartet. Zum Auftakt kamen Jugendvertreter von Brot für die Welt mit Bundestagsabgeordneten zusammen, die die Kampagne unterstützen. [...]

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Artikel
2 January 2019

Unternehmen beim Kampf gegen Kinderarbeit in der Pflicht; NGOs appellieren auch an Verbaucher*innen

Autor/in: Annette Kögel & Niklas Liebetrau, Der Tagesspiegel

'In Afrika arbeitet jedes fünfte Kind: Ein Appel an alle Verbraucher', 2 Jan 2019

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzt, dass weltweit elf Prozent aller Kinder unter schädlichen Arbeitsverhältnissen leiden. [...]

So ergab beispielsweise eine Recherche der britischen BBC im Zuge des ersten Flüchtlingsstroms 2016, dass geflüchtete syrische Kinder und Jugendliche in der Türkei schwarz arbeiten, um Kleidung für den europäischen Markt herzustellen. Auf einem Einnäher in der Kleidung, den ein Jugendlicher dem Reporterteam zeigte, befand sich beispielsweise das Siegel des in Großbritannien beliebten Labels „M & S“, Marks and Spencer. „M&S“ beschrieb das als inakzeptabel und wollte den Fall aufklären. Zudem sind in dem Film Jungen zu sehen, die in einer Fabrik in der Türkei Kleidung für den Hersteller ASOS nähen, größter britische Online-Versandhandel im Bereich Mode und Beauty.

Der aktuelle Bericht „Time to recharge“ von Amnesty International wirft Wirtschaftsriesen wie Microsoft, Apple, Samsung, VW oder Daimler vor, nicht entschlossen genug gegen mögliche Kinderarbeit bei der Förderung von Kobalt in den Minen der Demokratischen Republik Kongo für Akkus als Energiespeichern in Elektroautos, Smartphones und für erneuerbare Energien vorzugehen. Keines der untersuchten 29 Unternehmen käme seinen Sorgfaltspflichten zur Offenlegung und Unterbindung von Menschenrechtsverletzungen hinreichend nach. Besondere Defizite zeigt laut Amnesty die Autobranche. [...]

„Brot für die Welt“ lädt dazu ein, Aktionen gegen die Ausbeutung von Kindern zu unterstützen, wie die internationale Kampagne für „100 Millionen Kinder“. [...]

[Nähere Informationen zum "Time to recharge"-Bericht von Amnesty International, inklusive Unternehmensantworten, finden Sie in englischer Sprache hier. Näheres zur BBC-Recherche, inklusive Unternehmenskommentaren, finden Sie - ebenfalls in englischer Sprache - hier.]

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Artikel
22 December 2018

Deutscher Entwicklungsminister kündigt Kampagne gegen Kinderarbeit an

Autor/in: ZEIT Online

'Entwicklungsminister kündigt Kampagne gegen Kinderarbeit an', 22 Dez 2018

Gerd Müller, der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (CSU), plant für das kommende Jahr eine Aktion gegen Kinderarbeit. Dem Tagesspiegel sagte Müller, er wolle eine "Kampagne gegen ausbeuterische Kinderarbeit" starten.

Nach Ansicht des Entwicklungsministers sollen auch deutsche Unternehmen verstärkt darauf achten, Produkte aus ärmeren Ländern zu fairen Preisen einzukaufen. In vielen Entwicklungsländern würden ökologische und soziale Mindeststandards, die in Europa selbstverständlich sind, nicht gelten. Bereits am Anfang der Lieferkette müssten diese Standards aber eingehalten werden. [...]

Im kommenden Jahr wolle das Entwicklungsministerium untersuchen, inwieweit Firmen mit mehr als 500 Beschäftigten in Deutschland die Umsetzung menschenrechtlicher Standards in ihren Lieferketten garantieren können. Neue rechtliche Vorgaben schloss Müller nicht aus. [...]

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