Justiça nos Trilhos wird als erste Organisation mit dem „Human Rights & Business Award“ ausgezeichnet

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30 November 2018

Justiça nos Trilhos wird als erste Organisation mit dem „Human Rights & Business Award“ ausgezeichnet

Autor/in: Christian Russau, taz

"Gegen den Fluch der Steine – Selbstorganisation, Vernetzung und Widerstand", 26 Nov 2018

Der von der Human Rights and Business Award Foundation künftig jährlich zu vergebende „Human Rights and Business Award“ wurde am Dienstag, 27. November 2018, in Genf an die in Açailândia, im nordostbrasilianischen Bundesstaat Maranhão, ansässige Menschenrechtsorganisation Justiça nos Trilhos vergeben. Die Jury entschied sich für die Aktivist*innen aus Açailândia wegen ihres „herausragenden Einsatzes als Menschenrechtsverteidiger*innen“.

Justiça nos Trilhos arbeitet im Bundesstaat Maranhão mit unzähligen lokalen Communities zusammen, die entlang der privaten Bahnstrecke des brasilianischen Erzgiganten Vale leben, der sogenannten Estrada de Ferro Carajás, die von der weltgrößten Eisenerzlagerstätte Carajás bis zum Atlantikexporthafen São Luís reicht. Die Bewohner*innen beklagen dort seit Jahrzehnten die Mißachtung ihrer Grundrechte durch das wirtschaftlich rücksichtslose Vorgehen der Bergbaufirma Vale und der vor Ort ansässigen dreckigen Eisen- und Stahlhütten...

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Artikel
10 December 2018

Interview: Menschenrechtspreis für Partnerorganisation von Fastenopfer

Autor/in: Fastenopfer

Für ihre Arbeit wurde ihnen [Justiça nos Trilhos] der 2018 geschaffene Award for Business and Human Rights [...] verliehen. Der Anwalt Danilo Chammas, einer der Köpfe der Organisation, hat den Preis entgegengenommen.

Sie haben den Business and Human Rights Award gewonnen, herzliche Gratulation! Mit welcher Begründung wurde er Justiça nos Trilhos zugesprochen?

Begründet wurde es damit, dass wir sehr nahe an der Basis arbeiten und Methoden entwickeln, die es den Menschen erlauben, an den Entscheidungsprozessen auch wirklich teilzuhaben. Wir sind sehr stolz auf diesen Preis und teilen ihn mit den Menschen, mit denen wir arbeiten, und natürlich anderen Organisationen, die mit uns zusammenarbeiten. Es ist auch ein starkes Zeichen, dass eine brasilianische Organisation diesen Preis exakt zu diesem Zeitpunkt erhält...

Wie sieht Ihre Arbeit aus?

Im Corredor Carajás ist die Firma Vale SA* sehr aktiv. Es ist eins der grössten Eisenerzabbaugebiete der Welt und der Rohstoff wird in immer grösserem Umfang abgebaut. Das Eisenerz wird über eine 892 Kilometer lange Strecke zum Hafen transportiert, von dem es dann in alle Welt verschifft wird. Entlang der Eisenbahnstrecke leben viele traditionelle Gemeinschaften. Der Rohstoffabbau hat beträchtliche negative Auswirkungen auf sie und die Natur. Dadurch, dass der Rohstoff in immer grösseren Mengen abgebaut wird, werden mehr Züge eingesetzt...

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