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Artikel

7 Mai 2024

Autor:
tagesschau

Fairtrade-Siegel können laut Fairtrade keine existenzsichernde Einkommen garantieren

"Handelssiegel: Wie fair sind Fairtrade-Produkte?"

Ob Bananen, Kakao, Kekse oder Gewürze - die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Fairtrade-Produkte in Deutschland sind auf über 30 Euro gestiegen. Doch garantiert das Siegel wirklich einen Konsum mit gutem Gewissen? [...]

Fairtrade verspricht stabile Mindestpreise und Prämien, bessere Arbeits- und Lebensbedingungen und einen möglichst umweltfreundlichen Anbau, dafür sollen die fair gehandelte Produkte stehen. Rechtlich geschützt ist der Begriff "fair" oder "fairer Handel" allerdings nicht. Es gibt kein einheitliches Siegel, sondern viele "Fair"-Labels. Laut Verbraucherzentrale gehört das Label von "Fairtrade" zu den vertrauenswürdigen Siegeln. Es hält sich an international vereinbarte Handelsgrundsätze. [...]

"Die Firmen, die das Label nutzen, zahlen zwar die von Fairtrade festgelegten Mindestpreise an die Bäuerinnen und Bauern, aber garantieren ihnen keine existenzsichernden Einkommen", sagt Hütz-Adams. So lebe knapp die Hälfte der Kakaobauern unter der absoluten Armutsgrenze.

"Es muss natürlich das Ziel sein, dass die Menschen von ihrer Hände Arbeit leben können", sagt Claudia Brück von Fairtrade dazu. Bei Fairtrade gehe es jedoch darum zu schauen, wie viel Arbeit in einem Kilo Kaffee stecke und wie hoch die Kosten seien - das ergebe dann den Fairtrade-Preis.

Dieser Preis sei als Sicherheitsnetz zu verstehen und solle die durchschnittlichen Produktionskosten für eine nachhaltige Produktion decken. Es könne sein, dass der einzelne Bauer davon zu viele Menschen ernähren müsse oder zu wenig Land habe. Nicht immer könne der Mindestpreis deshalb ein existenzsicherndes Einkommen garantieren. [...]