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Artikel

10 Mai 2022

Autor:
Samuel Burri, SRF

Ghana: Kinderarbeit und Umweltverschmutzung beim Goldabbau; "schmutziges Gold" kommt auch in die Schweiz

Simons Hände sind schwielig und zerschnitten. Die Arbeit ist hart. Der 14-Jährige ist eines von über hundert Kindern, die rund ums ghanaische Dorf Bonsaaso in Kleinminen entlang des Flusses arbeiten. Einige kommen aus dem Dorf, andere von weither. Sie waschen Gold in der Pfanne oder schleppen Kies zur Waschrinne.

In Ghanas Ashanti-Region sind viele Flüsse in Kraterlandschaften verwandelt worden. Überall brummen Motorpumpen. Sie sorgen für Wasserdruck, um das Kies aus dem Flussbett in grossen Stahlrinnen zu waschen. Die Sedimente verwandeln den Fluss in eine trübe Brühe.

«Früher bauten wir hier mehr Kakao an», erzählt Samuel Edu Gyamfi, der Grossvater von Simon. Gold wurde nur in kleinem Rahmen geschürft. Heute wird stärker maschinell gearbeitet, auch im Kleinbergbau – mit Folgen für die Umwelt. Dazu kommt das Quecksilber, mit dem die Minenbesitzer das rohe Gold binden. Reste der giftigen Substanz landen im Fluss.

Ghana ist der wichtigste Goldproduzent Afrikas. Weltweit steht das westafrikanische Land auf Platz sechs. Gold wird industriell gefördert, aber auch in kleinen Minen von Hand abgebaut...

Und doch wäre ein Verbot des Kleinbergbaus der falsche Weg, erklärt Opoku: «Ein Drittel von Ghanas Gold wird von Hand geschürft.» Der Kleinbergbau ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. «Doch der Goldabbau muss sauberer werden», findet Opoku.

In den letzten Jahren kam Bewegung in den weltweiten Goldmarkt. Die Herkunft des Goldes und der faire Abbau wurde für viele Raffinerien zum Thema. Grosse Minenfirmen lassen sich zertifizieren. Doch die tausende Kleinminen in Ghana können kaum reguliert werden...

Besonders heikel ist der Umgang mit Chemikalien. In diesem Jahr starben bereits dutzende Menschen in Ghana und Burkina Faso bei Explosionen, welche mit dem Goldabbau im Zusammenhang standen...