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Artikel

10 Mai 2021

Autor*in:
FEMNET,
Autor*in:
Dachverband Kritische Aktionäre

Kritische Fragen an Hugo Boss anlässlich der Aktionärsversammlung

Zur... Hauptversammlung von Hugo Boss am 11. Mai haben FEMNET und der Dachverband der Kritischen Aktionäre dem Modeunternehmen kritische Fragen vorgelegt.

Zum einen geht es um die unklare Haltung von Hugo Boss zur Zwangsarbeit der Uiguren in China... Während andere Unternehmen Konsequenzen gezogen haben und keine Baumwolle mehr aus der Region beziehen, sendet Hugo Boss widersprüchliche Signale...

Ebenfalls wird das Unternehmen aufgefordert, Fragen zu zwei Lieferantenbeziehungen in Bangladesch und Indien zu beantworten... In den betreffenden Fabriken werden keine existenzsichernden Löhne gezahlt. Burckhardt fragt: „Hat Hugo Boss wegen der Covid-19 Pandemie Aufträge an diese drei Zulieferer storniert oder Preise neu verhandelt? Wurden Arbeiter*innen aus der Fabrik entlassen?“

Darüber hinaus kritisiert FEMNET, dass das Beschwerdesystem beim indischen Zulieferer nicht funktioniert. Erst Anfang Januar wurde in einer anderen Fabrik eine junge Frau von ihrem Aufseher vergewaltigt und anschließend ermordet. Burckhardt wirft Hugo Boss vor, seiner Sorgfaltspflicht nicht nachzukommen und kein effektives Beschwerdesystem bei seinem Lieferanten sicherzustellen. Stattdessen erklärte das Unternehmen, die eigens für die Region initiierte Bündnisinitiative nicht weiter unterstützen zu wollen...

Burckhardt fordert Hugo Boss zudem auf, sich für eine Verlängerung des demnächst ablaufenden Gebäude- und Brandschutzabkommens ACCORD in Bangladesch einzusetzen.

Fragenzusammenstellungen: