Lieferkettengesetz: Organisationen reichen Beschwerde wegen mutmaßlicher Ausbeutung & Kinderarbeit auf Kaffeeplantagen in vier Ländern gegen Nestlé, Dallmayr und Starbucks ein; inkl. Unternehmenskommentaren
Repórter Brasil
"Nestlé, Dallmayr und Starbucks: Kaffee durch Kinderarbeit?", 30. Oktober 2025
...Mehrere Menschenrechts- und Umweltorganisationen haben in Deutschland Anzeigen gegen die Kaffeeanbieter Nestlé, Dallmayr und den Starbucks-Betreiber Amrest wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Lieferkettengesetz eingereicht... Die Anzeigen gingen an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die von den NGOs kritisierten Unternehmen bestritten systematische Rechtsverstöße.
In Brasilien belegen laut Coffee Watch mehrere Berichte, darunter eine Klage vor US-Gerichten, Menschenhandel und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen auf Farmen, die die Genossenschaft Cooxupé beliefern. Diese sei ein wichtiger Lieferant von Starbucks, Nestlé und anderen bekannten Kaffeemarken...
Starbucks wies die Vorwürfe gegenüber dem "Spiegel" zurück. Die Behauptungen seien unbegründet. Starbucks habe sich zu einer verantwortungsvollen Beschaffung von Kaffee verpflichtet, einschließlich der Förderung der Achtung der Menschenrechte.
"Wir nehmen diese Anschuldigungen, die nicht unseren hohen Standards entsprechen, sehr ernst", erklärte Nestlé. Der Konzern betonte, er stehe "nicht direkt mit den fraglichen Farmen in Verbindung" und habe in einem Fall die Zusammenarbeit mit einem Lieferanten beendet, der "unsere Standards nicht erfüllt".
Die Neumann Kaffee Gruppe teilte mit, sie habe nach Bekanntwerden der Vorwürfe "sofort eine gründliche interne Überprüfung eingeleitet". Auf der Kaweri Coffee Plantation würden die nationalen Rechtsvorschriften eingehalten.