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Artikel

29 Apr 2021

Autor*in:
Frédéric Simon, EURACTIV.com

NGOs kritisieren "unwissenschaftliche" Kriterien für Bioenergie & Forstwirtschaft in der EU-Taxonomie; setzen Teilnahme an der Plattform für nachhaltige Finanzen aus

"NGOs kritisieren Taxonomie und setzen Kooperation in EU-Gremium aus", 22. April 2021

Der WWF und mehrere andere NGOs haben beschlossen, ihre Teilnahme an der Plattform für nachhaltige Finanzen der Europäischen Kommission auszusetzen. Damit protestieren sie gegen die ihrer Meinung nach schwachen und „unwissenschaftlichen“ Kriterien für Bioenergie und Forstwirtschaft in der neuen EU-Taxonomie für grüne Finanzen.

Die Naturschutzgruppe WWF gab dies am Mittwochabend bekannt – wenige Stunden nachdem die Kommission ihr neues Regelwerk vorgestellt hatte, in dem Kriterien festgelegt sind, die Unternehmen erfüllen müssen, um ein Label für „grüne Investitionen“ in der EU zu erhalten...

Das Regelwerk der Europäischen Kommission zur grünen Taxonomie, das am Mittwoch vorgestellt wurde, führt ein Kennzeichnungssystem für Investitionen ein, das Hunderte Milliarden an Geldern in Industrien und Unternehmen fließen lassen soll, die ein „nachhaltiges“ Label für alle oder einen Teil ihrer Aktivitäten erhalten. Es deckt aktuell 13 Branchen ab, die zusammen für fast 80 Prozent der EU-Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, darunter erneuerbare Energien, Transport, Forstwirtschaft, Fertigungsindustrie, Gebäude, Versicherungen und sogar die Kunst.

Umweltschützer kritisieren jedoch, dass die Kriterien der Taxonomie für die Forstwirtschaft zu schwach seien, da in ihnen der kommerzielle Holzeinschlag und das Verbrennen von Bäumen und Feldfrüchten zur Energiegewinnung als „nachhaltige“ Investitionen eingestuft werden...

Der WWF hatte bereits im vergangenen Monat gemeinsam mit anderen Umweltgruppen und Forschenden einen offenen Brief an die EU-Exekutive gerichtet. Darin werden Bedenken über die als „unwissenschaftlich“ angesehen Kriterien im Vorschlag der Kommission geäußert. „Sollten Politik und Lobbyismus über die Wissenschaft siegen, ist es unsere Verantwortung, Sie schon jetzt zu informieren, dass wir dann gezwungen wären, unseren Beitrag zur Plattform zu überdenken,“ schrieben die Organisationen in ihrem Brief vom 31. März.

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