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Mehr als 200 rumänische Arbeiter eines Fleischbetriebs mit Coronavirus infiziert; Gewerkschaften kritisieren Unterbringung & prekäres Arbeiten

Autor/in: Jost Maurin, taz, Veröffentlicht am: 30 April 2020

"Ein Schlachthof, 300 Infektionen", 29. April 2020

Mehr als 200 rumänische Arbeiter eines Schlachthofs in Baden-Württemberg haben sich nach Angaben der Regierung in Bukarest mit dem Coronavirus infiziert. Bei ihnen handle es sich nicht um Saisonarbeiter, sondern um Beschäftigte von Subunternehmen des Fleischbetriebs Müller Fleisch in Birkenfeld, teilte das Außenministerium mit. Insgesamt seien dort 500 Rumänen beschäftigt...

Meist werden sie von Subunternehmen angestellt, die von den deutschen Schlachthöfen über Werkverträge beauftragt werden. Zwar gilt auch für solche Beschäftigte der deutsche Mindestlohn, aber der wird Experten zufolge häufig durch zu hohe oder ungerechtfertigte Abzüge etwa für die Unterkunft oder angebliche Fehler bei der Arbeit umgangen.

Gewerkschafter werfen der deutschen Fleisch­industrie deshalb Ausbeutung vor. Neben der Unterbringung monieren sie auch zu lange Arbeitszeiten und Verstöße gegen den Arbeitsschutz...

Häufig begünstigen die Enge, zu wenig Sanitärräume, mangelnde Hygiene und die körperliche Belastung der Arbeiter in der Fleischindustrie Krankheiten...

Das Unternehmen erklärte, seine Infektionsschutzmaßnahmen seien strenger als in der Branche üblich. „Zudem sind wir in engem Austausch mit unseren externen Dienstleistern, um die Wohnsituation der Werkvertragsbeschäftigten im Sinne des Infektionsschutzes noch weiter zu verbessern und in dieser Situation nach Möglichkeit unsererseits weitere Unterkünfte zur Verfügung zu stellen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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