Menschenrechtliche Risiken in textilen Lieferketten: Sorgfaltspflichten, Verantwortung & Engagement deutscher Unternehmen

At a Garment's Factory in Delhi - photo credit:  Ishan Khosla (via flickr)

Das vorliegende Briefing betrachtet die globalen Lieferketten der deutschen Textilwirtschaft und beschäftigt sich mit der Frage, wie es um die Achtung der Menschenrechte bestellt ist und ob deutsche Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommen? Dazu wertet es Company Responses aus, die das Resource Centre seit 2011 anlässlich spezifischer Menschenrechtsbeschwerden von deutschen Textilunternehmen angefordert hat, bezieht bedeutende Gerichtsverfahren ein, in denen mutmaßliche Opfer unternehmerischen Fehlverhaltens Zugang zu Abhilfe und Wiedergutmachung such(t)en und beleuchtet darüber hinaus erfolgversprechende Unternehmens- und Multi-Stakeholder-Initiativen als mögliche „Best-Practice“- Beispiele für Teilaspekte menschenrechtlicher Sorgfalt.

Kernaussagen sind

  • Mehr als ein Drittel (35%) aller deutschen Unternehmen, die das Resource Centre seit 2011 um eine Stellungnahme zu Menschenrechtsvorwürfen gebeten hat, waren Textilunternehmen.
  • 90% der Vorwürfe beziehen sich auf Vorwürfe im Ausland, vorwiegend im Zusammenhang mit vermeintlichen Verstößen gegen Arbeitsrechte in der Lieferkette.
  • Rechtlicher Zugang zu Abhilfe für Opfer extraterritorialer Verstöße ist derzeit noch ineffektiv und langwierig.

Dieses Briefing wurde ermöglicht durch eine Förderung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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