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Artikel

6 Nov 2025

Autor:
Tim Zahn, Oxfam Deutschland

Lieferkettengesetz wirkt auf Bananenplantagen in Costa Rica; Betroffene erhalten nach Aldi-Engagement Zahlungen durch Produzenten

"Lieferkettengesetz wirkt auf Plantagen in Costa Rica", 6. November 2025

Nach einer Beschwerde von Oxfam und der costa-ricanischen Gewerkschaft SITRAP wegen Arbeitsrechtsverstößen bei einem Bananen-Zulieferer hat sich Aldi konstruktiv für eine Lösung eingesetzt. Mit Erfolg: Betroffene erhalten jetzt Zahlungen durch den Produzenten in Costa Rica.

Im Sommer 2023 hatte Oxfam gemeinsam mit der costa-ricanischen Gewerkschaft SITRAP und der ecuadorianischen Gewerkschaft ASTAC bei Aldi, Lidl, Edeka und Rewe Beschwerde nach dem Lieferkettengesetz wegen Arbeitsrechtsverstößen auf Bananenplantagen in Costa Rica und Ecuador eingereicht. Die Vorwürfe damals: Zu niedrige Lohnzahlungen, Flugbesprühungen mit Pestiziden und Benachteiligung von Gewerkschaftsmitgliedern. Das alles sind Verletzungen von Rechten, die durch das Lieferkettengesetz geschützt werden...

Seit Eingang der Beschwerde hat sich Aldi konstruktiv für eine Lösung eingesetzt... Aldi [hat] eigene Untersuchungen vor Ort angestellt und dabei die Gewerkschaft mit einbezogen. Das Ergebnis: Durch die Mitarbeit von Aldi konnten einige der vorgetragenen Missstände bestätigt und die Aufarbeitung vorangetrieben werden.

Im Fokus der folgenden Verhandlungen mit sowohl Zulieferern als auch der Gewerkschaft und Oxfam standen Unregelmäßigkeiten bei Lohnabrechnungen. In Anwesenheit von Arbeitsrechtsanwälten aus Costa Rica hatten Betroffene schließlich die Gelegenheit, ihre Sicht detailliert zu schildern. So konnte in vielen Punkten Einigkeit erzielt werden. Zwei Jahre später, im August 2025, kam es dann zum Durchbruch: Der Produzent in Costa Rica hat einer Gruppe von Beschwerdeführer*innen Zahlungen überwiesen...

Das Ergebnis zeigt, dass das Lieferkettengesetz wirkt, denn es stärkt ganz konkret die Rechte von Betroffenen...

Auch Aldi zieht eine positive Bilanz:

"Unser Ziel ist eine spürbare Verbesserung der Menschenrechtslage in den Lieferketten. Wir unterstützen ausdrücklich menschenrechtliche Sorgfaltspflicht-Gesetzgebungen wie das deutsche Lieferkettengesetz sowie die europäische Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD). Denn Fälle wie dieser zeigen deutlich, dass solche Regelungen konkret zum Schutz der Betroffenen beitragen."


Siehe auch: Bananenarbeiter erhalten nach Beschwerde Entschädigung, Zeit Online, 6. November 2025

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