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Artikel

5 Jul 2021

Autor*in:
Frankfurter Allgemeine

Französische Staatsanwaltschaft ermittelt: Vier Textilunternehmen sollen an Zwangsarbeit durch Uiguren profitiert haben

"Konzerne sollen an Zwangsarbeit durch Uiguren profitiert haben", 3. Juli 2021

Die französische Staatsanwaltschaft hat ein vorläufiges Untersuchungsverfahren gegen vier Textilunternehmen eröffnet, denen vorgeworfen wird, an der Unterdrückung von Uiguren in China beteiligt zu sein oder zumindest davon zu profitieren. Hintergrund sind Vorwürfe, wonach chinesische Zulieferfirmen ­uigurische Zwangsarbeiter beschäftigen oder Baumwolle verarbeiten, bei deren Ernte Zwangsarbeiter eingesetzt würden. Geleitet werden die französischen Ermittlungen von der Abteilung für Terrorismusbekämpfung die auch für Fälle von „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zuständig ist.

Im Visier der Ermittler stehen der amerikanische Sportschuhhersteller Skechers, die japanische Marke Uniqlo, die spanische Inditex-Gruppe mit der Marke Zara sowie SMCP aus Frankreich mit Marken wie Sandro, Maje, Claudie Pierlot und De Fursac. Die Untersuchung geht auf eine Anzeige ­verschiedener Nichtregierungsorganisa­tionen zurück. Die Kläger werfen den Unternehmen vor, von Zwangsarbeit profitiert oder es zumindest unterlassen zu haben, zu verhindern, dass Zulieferer an der Verfolgung der Uiguren Geld verdienen...

Die Vorwürfe gegen Skechers sind nicht neu. Das Unternehmen teilte im März dieses Jahres mit, angemeldete und unangemeldete Audits bei dem Zulieferer aus Guangdong hätten in den vergangenen vier Jahren keine Hinweise auf Zwangsarbeit ergeben. Über SMCP heißt es in der französischen Klageschrift, dass einer seiner Großaktionäre das chinesische Unternehmen Shandong Ruyi besitze, das seit 2010 Fabriken in der Region Xinjiang betreibe. Inditex soll in Geschäftsbeziehungen mit Faser- und Stoffherstellern in Xinjiang stehen. Das spanische Unternehmen hat die Vorwürfe in einer Erklärung zurückgewiesen. Es habe strenge Kontrollen vorgenommen und könne versichern, dass die Beschuldigungen unwahr seien. Aussagekräftige Audits in Xinjiang selbst sind allerdings aufgrund der dortigen politischen Bedingungen inzwischen unmöglich.

Das japanische Unternehmen Fast Retailing, das Unternehmen hinter der Marke Uniqlo, hat eine wirtschaftliche Verbindung zu Xinjiang seit dem vergangenen Jahr immer bestritten. Am Freitag erklärte das Unternehmen, man wolle mit den französischen Ermittlern zusammenarbeiten und zeigen, dass keine Baumwolle aus der Region in Uniqlo-Produkten Verwendung fänden...

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