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Magazin "Öko-Test" bewertet bei Schokolade u.a. Rückverfolgbarkeit der Lieferkette; nur 3 von 25 Herstellern können Kakaoherkunft nachweisen

'Schokolade im Test: Tafeln häufig mit Mineralöl belastet', 22. November 2019

Wir haben Milchschokoladen getestet. Nur 2 von 25 bewerten wir mit "gut". Die Probleme: Mineralöl und schlechte Arbeitsbedingungen. Viele Schokoladen-Hersteller wissen nur lückenhaft, von welchen Farmen der Kakao überhaupt stammt...

Wir haben die Hersteller der Schokolade im Test gebeten, ihre Lieferketten bis zu den Kakaobauern offenzulegen. Nur drei von 25 Herstellern konnten das überhaupt – im Vergleich zu anderen Lebensmitteln wie Kaffee eine sehr ist das eine schwache Quote. Neun Schokoladen-Firmen informierten uns überhaupt nicht zu ihrer Lieferkette.

Woran liegt das? Schokoladenproduzenten kaufen von den Lieferanten – und wo die ihren Kakao herhaben, das weiß am Ende der Lieferkette tatsächlich meist niemand mehr. Im Gegensatz zu Kaffee ist bei Kakao nicht einmal Fairtrade- oder UTZ-zertifizierte Schokolade automatisch rückverfolgbar.

Die Rückverfolgbarkeit ist aber die Voraussetzung schlechthin, um etwa Menschenrechtsverletzungen und illegale Rodungen von Urwald überhaupt erkennen zu können. "Unternehmen müssen, das fordern die Vereinten Nationen und die OECD, ihre Lieferketten ganz genau auf menschenrechtliche Risiken hin untersuchen", sagt Friedel Hütz-Adams, Experte für Kakao beim Südwind-Institut. "Das ist jedoch nur möglich, wenn die Lieferkette auch bekannt ist."

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