abusesaffiliationarrow-downarrow-leftarrow-rightarrow-upattack-typeburgerchevron-downchevron-leftchevron-rightchevron-upClock iconclosedeletedevelopment-povertydiscriminationdollardownloademailenvironmentexternal-linkfacebookfiltergenderglobegroupshealthC4067174-3DD9-4B9E-AD64-284FDAAE6338@1xinformation-outlineinformationinstagraminvestment-trade-globalisationissueslabourlanguagesShapeCombined Shapeline, chart, up, arrow, graphlocationmap-pinminusnewsorganisationotheroverviewpluspreviewArtboard 185profilerefreshIconnewssearchsecurityPathStock downStock steadyStock uptagticktooltiptwitteruniversalityweb

Der Inhalt ist auch in den folgenden Sprachen verfügbar: English

Artikel

14 Nov 2022

Autor:
Rayhan Uddin, Middle East Eye,
Autor:
Sportschau

WM 2022 in Katar: Haftbedingungen für Whistleblower Abdullah Ibais würden kurz vor Beginn der WM strenger, so Familie

Shutterstock (purchased)

"WM 2022 in Katar: 'Abdullah ist ein Gefangener dieser WM'", 15. November 2022

Abdullah Ibhais' Bruder Ziad Ibhais erhebt in einem Interview mit der Sportschau Vorwürfe. Die Haftbedingungen für Abdullah Ibais würden kurz vor Beginn der FIFA WM 2022 in Katar strenger. Ihm sei von der Gefängnisverwaltung mitgeteilt worden, dass er niemanden mehr außer seiner Frau als Besuch empfangen dürfe. "Sie wollen ihn von der Außenwelt abschotten. Und das zeigt, wie sehr sie Angst vor ihm haben. Und es zeigt, dass sie wissen, dass er nicht im Gefängnis ist, weil er ein Verbrecher ist. Er ist da, weil er zum Schweigen gebracht werden muss."

Der Ehefrau sei darüber hinaus am 2. November ein persönliches Treffen mit ihrem Mann verweigert worden. Später sei ihr mitgeteilt worden, dass sich Abdullah Ibhais nun in Isolationshaft befinde und private Treffen nicht mehr möglich seien, weil über diese Besuche Informationen an die Medien weitergereicht worden seien.

Ibhais, der aus Jordanien stammt, war Kommunikationsdirektor des Organisationskomitees der WM in Katar. Er sitzt nun seit einem Jahr im Gefängnis...

Ibahis sagte 2021: "Das komplette Verfahren ist Vergeltung für meine kritische Haltung gegenüber dem WM-Organisationskomitee und ihrem Umgang mit Gastarbeitern." Ibhais hatte sich damals für streikende Arbeiter eingesetzt und sich damit gegen OK-Chef Hassan Al-Thawadi gestellt.

Katars Organisationskomitee, für das Ibhais gearbeitet hatte, wies damals alle Vorwürfe zurück. Die Darstellung einer Verschwörung gegen Ibhais sei "lächerlich, diffamierend und absolut falsch".

Auch seine Familie wies die Vorwürfe zurück und sprach damals in einer Stellungnahme von einem "Willkür-Urteil". Demnach habe Ibhais, der zunächst eine fünfjährige Haftstrafe hätte absitzen sollen, zu seiner Berufungsverhandlung nicht persönlich erscheinen dürfen. Das Gericht habe die Verteidigung nicht einmal angehört. Der ganze Prozess habe nicht einmal eine Minute gedauert, hieß es. Auf eine weitere Berufung vor der nächsthöheren Instanz habe sie noch keine Antwort, teilt die Familie aktuell mit.

Mehrere Menschenrechtsorganisationen protestierten gegen das Urteil, Ibhais habe kein faires Verfahren erhalten, das Geständnis sei erzwungen worden...

Nach Informationen der Sportschau ist auch Luise Amtsberg, die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, über den Fall Abdullah Ibhais informiert. Sie plant nach der WM Gespräche über die Situation der Menschenrechte in Katar vor Ort zu führen...