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Nie wieder Rana Plaza, mehr Gebäudesicherheitsabkommen

Autor/in: Clean Clothes Campaign - Kampagne für Saubere Kleidung, Veröffentlicht am: 24 April 2019

[W]ie sieht die Situation heute aus? Sechs Jahre nach der schrecklichen Katastrophe dominieren Repression und Armutslöhne die Industrie, und die in Bangladesch erreichten Fortschritte, Fabriken sicher zu machen, sind bedroht.

Das Bangladesch Gebäudesicherheitsabkommen wurde drei Monate nach der Rana-Plaza-Katastrophe von Gewerkschaften und Modemarken abgeschlossen... Das Abkommen ist einmalig, weil es für die Unterzeichnenden einklagbar ist...

Die Regierung Bangladeschs und der nationale Verband der Textilproduzenten BGMEA wollen das Gebäudesicherheitsabkommen aus dem Land verdrängen und somit die Weiterarbeit vor Ort unterbinden...

Letztes Jahr erhielten die Arbeiter*innen in Bangladesch zum ersten Mal seit 2013 eine Erhöhung des Mindestlohns. Er liegt jedoch immer noch unter einem Viertel eines existenzsichernden Lohns. Als Arbeiter*innen im Januar gegen diese viel zu geringe Mindestlohn-Anhebung auf die Straße gingen, begegnete ihnen die Regierung mit Gewalt und Repression... Über 65 Arbeiter*innen wurden verhaftet, mehr als 11.600 wurden gekündigt...

Kurzfristig müssen Bundesregierung und EU das Gebäudesicherheitsabkommen in Bangladesch stärken und dessen intensive Fortsetzung fordern. Die Repression gegen Arbeiterinnen und Arbeiter muss aufhören. Das deutsche Bündnis für nachhaltige Textilien muss diese Anstrengungen wesentlich aktiver vorantreiben.

Langfristig ist eine verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht der Modemarken und -händler entlang ihrer Lieferketten das Gebot der Stunde.

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