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Niederländischer Senat verabschiedet Gesetz gegen Kinderarbeit

Am 14. Mai 2019 verabschiedete der niederländische Senat in einer als historisch gewerteten Abstimmung ein Gesetz zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten im Kampf gegen Kinderarbeit. Das Unterhaus des niederländischen Parlaments hatte das Gesetz schon 2017 angenommen. Es verpflichtet Unternehmen, die Produkte an niederländische Konsument*innen verkaufen, zur Prüfung von Kinderarbeitsrisiken in ihren Lieferketten. Bei einem begründeten Verdacht hat das betreffende Unternehmen in einem Aktionsplan darzulegen, wie es dem Problem beikommen will.

Weitere Informationen - u.a. eine Detailanalyse von Ergon - finden Sie auf Englisch hier.

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Artikel
14 May 2019

Niederlande führen per Gesetz verbindliche unternehmerische Sorgfaltspflichten im Kampf gegen Kinderarbeit ein

Autor/in: Maren Leifker, Brot für die Welt

'Niederländisches Gesetz gegen Kinderarbeit', 14. Mai 2019

In den Niederlanden gibt es jetzt ein Gesetz, das Unternehmen dazu verpflichtet, Kinderarbeit in ihren Lieferketten zu verhindern.

Am 14. Mai 2019 hat der niederländische Senat nach langer Diskussion dem Child Labour Due Diligence Law zugestimmt... Die Niederlande gehören damit zur immer länger werdenden Liste europäischer Staaten, die ihre Unternehmen verpflichten, ihre Geschäftstätigkeit - im Inland wie im Ausland - menschenrechtskonform auszugestalten...

Neben dem Ziel ausbeuterische Kinderarbeit in Lieferketten einzudämmen, bezweckt das Gesetz auch den Schutz der niederländischen Verbraucher*innen. Sie sollen sicher sein können, dass Produkte, die sie kaufen, nicht unter Verwendung von Kinderarbeit hergestellt wurden. Dazu sieht das Gesetz vor, dass Unternehmen ermitteln müssen, ob entlang ihrer Lieferketten Kinderarbeit zum Einsatz kommt. Wenn ein begründeter Verdacht dafür besteht, müssen sie Aktionspläne ausarbeiten, um dem Problem zu begegnen. Von den Unternehmen wird dabei nicht verlangt, dass sie garantieren müssen, dass in ihren Lieferketten keine Kinderarbeit vorkommt. Sie müssen aber vorweisen, dass sie alles getan haben, was von ihnen vernünftigerweise zu erwarten ist, um Kinderarbeit in ihren Produktlinien zu verhindern...

Lesen Sie hier den vollständigen Post

Artikel
1 November 2017

Niederländische Firmen sprechen sich in einem offenen Brief für ein Gesetz zur Sorgfaltspflicht bei Kinderarbeit aus

Autor/in: Tony’s Chocolonely, Arte Natuursteenbewerking, ASN Bank, Barry Callebaut, Cargill Cocoa & Chocolate, Fairphone, Heineken, Holland Biodiversity, Marcel Wanders Studio, Max Havelaar, Moooi, Moyee Coffee, Nestlé Nederland, Nova Media, Questionmark, Rabobank Nederland, Raptim Humanitarian Travel, Social Entreprise NL, Squarewise Transitions, The Dutch Weedburger, Verstegen Spices & Sauces, Woningwaard

[Anmerkung: Dies ist eine inoffizielle Übersetzung des niederländischen Originalbriefs vom 3. Oktober 2017, der hier abrufbar ist.]

Mit diesem Brief sprechen wir als Privatwirtschaft gemeinsam unsere Unterstützung für einen gesetzlichen Rahmen zur Sorgfaltspflicht bei Kinderarbeit aus. Dass Kinderarbeit noch so häufig vorkommt ist ein Systemfehler. Das Problem wird nicht ernst genug behandelt und die heutige Handhabung greift zu kurz. Aufbauend auf freiwilligen Initiativen und Selbstregulierung ist mehr nötig um das Problem anzupacken... Die Gesetzgebung fordert Transparenz und beschleunigt gezielte Aktivitäten von Unternehmen, um Kinderarbeit in ihrer Produktionskette ernsthaft zu verhindern. Ein gesetzlicher Rahmen gibt Klarheit über die Normen und Regeln die eingehalten werden müssen und macht den Kampf gegen Kinderarbeit möglich. Kinderarbeit beraubt Kinder ihrer Zukunft. Es wird Zeit, dass wir das Thema ernsthaft behandeln. Die niederländische Regierung hat die Autorität mittels einer Gesetzgebung eine Sorgfaltspflicht für alle Unternehmen einzuführen, um der Lieferung von Produkten, welche  mit Hilfe von Kinderarbeit entstanden sind, zuvorzukommen. Alle Produkte und Dienstleistungen auf dem niederländischen Markt müssen der Norm "100% kinderarbeitsfrei" entsprechen.

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Artikel
9 October 2017

Niederländischer Gesetzgeber will Unternehmen zur Sorgfalt gegen Kinderarbeit weltweit verpflichten

Autor/in: Robert Grabosch, GTP Legal

Das niederländische Parlament hat im Februar 2017 ein Gesetz über eine Sorgfaltspflicht zur Vermeidung von Kinderarbeit beschlossen. Der niederländische Senat entscheidet zur Zeit darüber, ob das Gesetz unverändert zum 01.01.2020 in Kraft treten soll. Der Gesetzgeber will mit diesem Gesetz dem Einsatz von Kinderarbeit bei der Herstellung von Produk­ten und bei der Erbringung von Dienstleistungen entgegen wirken. Betroffen sind alle (auch ausländische) Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen an niederländische Endverbraucher liefern bzw. erbringen. Dabei spielt keine Rolle, ob Unternehmen oder Menschen die Endverbraucher der Produkte bzw. Dienstleistungen sind. Dem Entwurf zufolge haben grundsätzlich alle Unternehmen bei einer Aufsichtsbehörde, voraussichtlich der Verbraucherschutzzentrale „Autoriteit Consument & Markt“, anzuzeigen, dass sie die angemesse­nen Maßnahmen treffen, um gegen Kinderarbeit vorzubeugen („ Erklärung “). Zu diesem Zweck müssen sie eine Due Diligence-Prüfung durchführen und im Falle des Verdachts auf Kinderarbeit ein Sorgfalts­konzept („ Aktionsplan “) erstellen und umsetzen. 

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