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Politiker und Siemens-Manager kritisieren Festnahme der Kapitänin des Rettungsschiffs Sea-Watch 3

Autor/in: Süddeusche Zeitung, Veröffentlicht am: 1 July 2019

"'Sea-Watch 3' - Steinmeier kritisiert Italien", 30. Juni 2019

Trotz eines Verbots steuerte die 31-jährige Kapitänin ihr Rettungsschiff mit im Mittelmeer geretteten Migranten in der Nacht zum Samstag in den Hafen der sizilianischen Insel Lampedusa. Sie wurde festgenommen. Auf Rackete kommt eine Geldstrafe zu, im schlimmsten Fall Haft.

Es könne ja sein, dass es italienische Rechtsvorschriften gebe, wann ein Schiff einen Hafen anlaufen dürfe, sagte Steinmeier... "Nur: Italien ist nicht irgendein Staat. Italien ist inmitten der Europäischen Union, ist Gründungsstaat der Europäischen Union. Und deshalb dürfen wir von einem Land wie Italien erwarten, dass man mit einem solchen Fall anders umgeht." ...

Am Sonntag meldete sich sogar Siemens-Chef Joe Kaeser zu Wort. "Menschen, die Leben retten, sollten nicht festgenommen werden. Menschen, die töten, die Hass und Leid säen und fördern, sollten es", twitterte er. Kaeser ist bekannt dafür, sich als einer der wenigen Top-Manager immer wieder auch zu politischen Vorgängen zu äußern...

[Anmerkung: Ben & Jerry's unterstützt eine Petition, die eine sofortige Aufnahme der von Sea-Watch geretteten Geflüchteten in Rottenburg, Kiel, Berlin fordert.]

Lesen Sie hier den vollständigen Post

Betreffende Unternehmen: Siemens