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Südafrika: Günstiger Wein auf Kosten der Schwachen

Autor/in: Stefan Sauer, Frankfurter Rundschau, Veröffentlicht am: 10 October 2017

Die großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler drücken die Preise für südafrikanische Tropfen immer weiter. Eine Oxfam-Studie zeigt: Leidtragende sind Erntehelfer und Winzer vor Ort... In einer Umfrage der südafrikanischen Hilfsorganisation „Women on Farms Project“ unter knapp 400 saisonalen und fest angestellten Erntehelferinnen [berichtete ein Drittel] über unerfüllbare Arbeitsvorgaben, mehr zwei Drittel der Saisonarbeiterinnen waren regelmäßig Pestiziden ausgesetzt, drei Viertel von ihnen erhielten trotz gegenteiliger gesetzlicher Vorschriften keine Schutzkleidung, von Urlaubsgeld oder Lohnfortzahlung nach Arbeitsunfällen ganz zu schweigen... Konfrontiert mit den Ergebnissen der Studie, reagieren die angesprochenen Lebensmittelketten durchaus betroffen. Aldi Süd etwa teilt mit, die Befunde seien „in keiner Weise mit unserem Verständnis von sozial gerechten und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen vereinbar“... Ebenso bei Rewe: Man achte die Menschenrechte, sorge für faire und sichere Arbeitsbedingungen und richte Geschäftsbeziehungen mit Vertragspartnern strikt an den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO aus... Aldi Nord verweist ebenfalls auf internationale Standards der ILO, der OECD und der BSCI, die strikt befolgt würden. Auch Lidl distanziert „sich grundsätzlich von jeglichen Arbeitsrechtsverletzungen“... In der Studie heißt es, freiwillige Nachhaltigkeitsinitiativen [...] hätten die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen nicht zu beseitigen vermocht.

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