Studie zur EU-Richtlinie über nichtfinanzielle Berichterstattung: Unternehmen berichten kaum zu Sozial- & Menschenrechtsfragen

Autor/in: UmweltDialog, Veröffentlicht am: 13 May 2019

"Was bewirkt die CSR-Berichtspflicht?", 9. Mai 2019

Kinderarbeit, Sozialbetrug, Umweltverschmutzung, Verbrauchertäuschung – die Liste unternehmerischer Verfehlungen ist lang... [D]er Staat [setzt] längst nicht mehr nur auf Freiwilligkeit. Immer öfter sorgen Gesetze und Verordnungen für verbindliche Leitplanken...

Bekanntestes Beispiel ist die europäische „Richtlinie über die nichtfinanzielle Berichterstattung“...

In einer aktuellen Studie [...] untersuchte [...] Development International deshalb jetzt erstmals systematisch den Grad der nichtfinanziellen Transparenz von 516 Unternehmen aus Deutschland, 590 aus Schweden und 75 aus Österreich. Hierzu wurden deren Nachhaltigkeitsberichte ausgewertet...

Im Durchschnitt war die Transparenz der Offenlegung bei den Fragen zu Geschlechterverteilung, Korruptionsbekämpfung und Arbeitnehmerrechten bei den untersuchten deutschen Unternehmen am höchsten. Demgegenüber tendierten viele der Unternehmen aus Deutschland dazu, weniger über Umweltfragen und noch weniger über Sozial- und Menschenrechtsfragen zu berichten...

In den Lieferketten werden nicht nur Aufgaben ausgelagert, sondern auch Risiken. Vor allem beim Thema Menschenrechte sind diese erheblich: So gibt es eine Reihe von Ländern und Rohstoffen, die mit einem erhöhten Risiko der modernen Sklaverei und des Menschenhandels verbunden sind...

Lieferantenüberprüfungen jenseits des Qualitätsmanagements stehen bei vielen deutschen Unternehmen bis heute nicht auf der Agenda...

[mit Bezug auf Osram, Merck, Schaeffler, Bayer]

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Betreffende Unternehmen: Bayer Merck Osram (part of Siemens) Schaeffler