Supermarkt-Check 2019: Oxfam sieht trotz Fortschritten weiter großen Nachholbedarf bei Menschenrechten

Oxfam hat nach einem ersten "Supermarkt-Check" im Vorjahr abermals 16 große Supermarktketten hinsichtlich ihrer Geschäftspolitik und ihres Umgangs mit Menschenrechten in der Lebensmittellieferkette untersucht, darunter fünf deutsche (Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Lidl und Rewe).

Die Bewertung erfolgte auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen in vier Bereichen: Transparenz und Unternehmensführung, Achtung von Arbeitnehmer*innenrechten in der Lieferkette, Umgang und Handelsbeziehungen mit Kleinbäuer*innen sowie Geschlechtergerechtigkeit und Frauenrechte. Die Ergebnisse zeigen, dass die Supermarktketten insgesamt nur langsame Fortschritte machen, mit besonders schlechter Bilanz im Bereich Frauenrechte. 

Mehr zum Abschneiden insbesondere der fünf deutschen Unternehmen finden Sie untenstehend. Informationen zum gesamten Benchmark gibt es auch hier in englischer Sprache.

Oxfam-Ergebnisse 2019

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3 July 2019

Oxfam wirft deutschen Supermärkten mangelndes Engagement für Menschenrechte vor; inkl. Unternehmenskommentaren

Autor/in: Zeit Online

'Oxfam kritisiert deutsche Supermärkte wegen Menschenrechtsverletzungen', 3. Juli 2019

Die Hilfsorganisation Oxfam wirft deutschen Supermärkten vor, nicht ausreichend für die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten bei ihren Lieferanten zu sorgen...

In einigen Bereichen konnten sich die Supermärkte leicht verbessern... Mit 19 Prozent aller möglichen Punkte schloss Aldi Süd von allen deutschen Märkten am besten ab – eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr...

International liegen die Deutschen Supermärkte... eher im hinteren Bereich...

Edeka, das von allen deutschen Supermärkten am schlechtesten abschnitt, kritisierte die Bewertung durch Oxfam als intransparent und nicht nachvollziehbar. "Es handelt sich hier um eine Kampagne und nicht um eine wissenschaftlich-objektive Studie", sagte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von ZEIT ONLINE. Edeka engagiere sich beim Aufbau von Strukturen, um entlang der gesamten Lieferkette Sozialstandards einzuführen und zu kontrollieren...

Auch Rewe, Lidl, Aldi Nord und Süd teilten mit, dass ihnen die Einhaltung von Menschenrechten in ihren Lieferketten wichtig sei. Ein Sprecher von Aldi Nord erklärte, das Unternehmen nehme die Ergebnisse des Oxfam Supermarkt-Checks sehr ernst. "Wir sehen NGOs in diesem Zusammenhang als Impulsgeber und Dialogpartner"...

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3 July 2019

Oxfam-Check: Insgesamt schlechte Bilanz deutscher Supermärkte

Autor/in: Spiegel Online

'Deutsche Supermärkte achten kaum auf Menschenrechte in der Produktion' 3. Juli 2019

...Die Supermärkte müssten "endlich handeln und dafür sorgen, dass nicht andere die Rechnung für unseren Einkauf zahlen", fordert Oxfam-Expertin Franziska Humbert.

Oxfam kritisiert... in dem Bericht: "Zentrale Maßnahmen der menschenrechtlichen Verantwortung durch Unternehmen bleiben bisher auf der Strecke."

Dazu gehören die Rückverfolgbarkeit und Offenlegung von Lieferanten sowie Informationen zu bei ihnen herrschenden Arbeitsbedingungen, die Zahlung existenzsichernder Löhne, die Schaffungen von Anreizsystemen für Lieferanten mit guten Arbeitsbedingungen, die Verpflichtung zur Vermeidung unlauterer Handelspraktiken gegenüber Lieferanten und die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften...

[A]m schlechtesten schnitt Edeka ab. Dass es anders geht, zeigen laut Oxfam die niederländischen Supermarktketten Albert Heijn und Jumbo, die sich im Frühjahr zur Offenlegung ihrer direkten Zulieferer verpflichtet haben.

...Der bestplatzierte Supermarkt, das britische Unternehmen Tesco, will auch bei Zulieferern existenzsichernde Löhne einführen und hat begonnen, mit Gewerkschaften zusammenzuarbeiten.

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3 July 2019

Weiter schlechte Noten für deutsche Supermarkt-Ketten

Autor/in: Oxfam Deutschland

...Der aktuelle Supermarkt-Check zeigt, dass endlich viele Supermärkte etwas bewegen wollen. Bisher gehen die Verbesserungen jedoch eher auf Einzelmaßnahmen zurück: So hat zum Beispiel Aldi Süd eine menschenrechtliche Risikoanalyse seiner Produkte veröffentlicht und auf Führungsebene einen Menschenrechtsbeauftragten eingesetzt. Rewe hat sich verpflichtet, einen Beschwerdemechanismus für Betroffene von Menschenrechtsverletzungen einzurichten.

Allerdings bleiben zentrale Maßnahmen der menschenrechtlichen Verantwortung noch immer auf der Strecke: Keiner der deutschen Supermärkte legt seine Lieferanten offen oder gibt Informationen zu Arbeitsbedingungen heraus, die vor Ort herrschen.

Das muss sich ändern! Ja, die Supermärkte bewegen sich. Allerdings viel zu langsam. Sie machen Trippelschritte, obwohl sie zum Sprint ansetzen müssten.

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10 July 2018

Lieferanten deutscher Supermärkte verstoßen laut Oxfam gegen Menschenrechte

Autor/in: Roman Tyborski, Handelsblatt

"Aldi, Lidl und Rewe interessieren sich zu wenig für Menschenrechte", 21 Juni 2018

Oxfam schränkt bei aller Kritik gegenüber Aldi & Co. allerdings auch ein, dass die Handlungsmacht der Supermarktketten begrenzt sei. Sie könnten Menschenrechtsverletzungen bei den Lieferanten nicht alleine verhindern. „Andere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle“, heißt es in der Studie. „Etwa ungleiche Machtverhältnisse zwischen Wirtschaftselite und Arbeiter vor Ort, Frauen diskriminierende kulturelle Normen sowie der politische Trend, Gewerkschaften zu unterdrücken.“ 

Angesichts dieser Komplexität müssten auch Regierungen auf der ganzen Welt geeignete Maßnahmen gegen den Machtmissbrauch ergreifen, lautet eine Forderung in der Oxfam-Studie.

Edeka wies die Vorwürfe [...] zurück. Die Oxfam-Studie sei „intransparent“ und „nicht nachvollziehbar“. „Es handelt sich hier um eine Kampagne und nicht um eine wissenschaftlich-objektive Studie.“ ...

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9 July 2018

Oxfam-Studie: Schlechte Noten für deutsche Discounter

Autor/in: Thomas Wagner, Deutschlandfunk

"Oxfam-Studie: Schlechte Noten für deutsche Discounter", 21 Juni 2018

Nur sieben Prozent des Endpreises kommen bei den Kleinbauern in Schwellenländern durchschnittlich an. Große deutsche Handelsketten nähmen dabei schlechte Lebens- und Arbeitsbedingungen in Kauf, kritisiert die Nichtregierungsorganisation Oxfam in einer neuen Studie...

Die hat die vier großen deutschen Handelsketten Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland untersucht und in Vergleich gesetzt zu anderen Handelsketten weltweit...

[D]ie betroffenen Handelsketten [stimmen] mit dieser Darstellung nicht überein. Alle vier großen Handelsketten wurden vom Deutschlandfunk um Reaktionen auf die Oxfam-Studie gebeten. Das Thema "Menschenrechte" sei sehr komplex, schreibt die Rewe-Gruppe in einer Stellungnahme... "Unsere Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette nehmen wir sehr ernst. Für alle Geschäftsbeziehungen der REWE Group greift die bereits 2011 veröffentlichte Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften. Sie umfasst unter anderem das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit sowie den fairen Umgang mit Mitarbeitern."

Aldi Nord und Aldi Süd betonen, man schätze das Engagement von Oxfam. Aber: Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Sozialstandards der Hersteller sei für das Unternehmen selbstverständlich. Lidl weist daraufhin, dass das Unternehmen mit der europäischen "Supply Chain"-Initiative zusammenarbeite. Und die setze sich für faire Geschäftspraktiken entlang der Lieferkette ein...

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21 June 2018

Menschenrechte – Oxfam greift Aldi, Lidl, Edeka und Rewe an

Autor/in: Ulf Meinke, Westfalenpost

[Vollständiger Artikel nur für Abonnent/innen der Westphalenpost zugänglich.]

Die Organisation Oxfam sieht bei Aldi, Lidl, Edeka und Rewe Versäumnisse, wenn es um die Einhaltung der Menschenrechte bei Zulieferfirmen geht.

Deutschlands führende Lebensmittelhändler Aldi, Lidl, Edeka und Rewe tun nach Einschätzung der internationalen Hilfsorganisation Oxfam zu wenig, um die Menschenrechte der Beschäftigten in den Zulieferbetrieben zu schützen. „Existenzsichernde Löhne in den Lieferländern sind die große Ausnahme“, sagte Oxfam-Expertin Barbara Sennholz-Weinhardt im Gespräch mit unserer Redaktion. „Das ist bei der Kaffeeproduktion in Kolumbien kaum anders als bei der Orangen-Ernte in Brasilien oder auf Tomaten-Plantagen in Marokko.“

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21 June 2018

Schlechte Noten bei Menschenrechten für Aldi & Co

Autor/in: Caspar Dohmen, Süddeutsche Zeitung

In Sachen Menschenrechte haben die deutschen Supermarktketten offenbar Nachholbedarf. Die Hilfsorganisation Oxfam bescheinigt Lidl, Aldi, Edeka und Rewe große Defizite bei den Anstrengungen, Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten aufzuspüren, öffentlich zu machen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Oxfam hat 16 international tätige Supermarktketten untersucht. Vier Kategorien nahmen die Tester unter die Lupe: Transparenz und Rechenschaftspflicht, Arbeiter, Kleinbauern und Frauen. Gut schneidet keine der Ketten ab, aber es gibt erhebliche Unterschiede...

Keine der deutschen Ketten erzielte in irgendeinem Bereich mehr als acht Prozent der Punkte... Menschenrechte seien in der Geschäftspolitik der deutschen Einzelhändler "nur eine Fußnote", sagt Barbara Sennholz-Weinhardt, Oxfam-Expertin für Wirtschaft und Globalisierung.

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21 June 2018

Supermärkte im Check: ein katastrophales Ergebnis

Autor/in: Oxfam Deutschland

Oxfams neuer Bericht „Die Zeit ist reif“ hat zahlreiche Beispiele für Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen in den Lieferketten der Supermärkte aufgedeckt...

Im Oxfam Supermarkt-Check haben wir einige der größten und am schnellsten wachsenden Supermarktketten in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und den USA miteinander verglichen. Unsere Bewertungskriterien:

  • Transparenz und Rechenschaftspflicht
  • Schutz der Rechte von Arbeiter/innen
  • Umgang mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern
  • Schutz vor Gewalt gegen und Ausbeutung von Frauen

Die Untersuchung zeichnet ein klares Bild: Die „big four“ der deutschen Ketten (Aldi, Edeka, Lidl und Rewe) schneiden im Vergleich zu anderen Supermärkten mit am schlechtesten ab. Während Supermärkte aus Großbritannien und den USA teilweise zweistellige Prozentzahlen erreichten, wurden die deutschen Supermärkte in jeder Kategorie mit null bis acht Prozent der Gesamtpunktzahl bewertet. Bei speziellen Schutzmaßnahmen für Frauen konnte keine der deutschen Ketten Punkte erzielen, beim Schutz von Arbeiter/innen lag die höchste Bewertung bei zwei Prozent.

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