Tabakindustrie in Simbabwe: Die Abhängigkeit der Bauern von den Großabnehmern

Autor/in: David Signer, Neue Zürcher Zeitung, Veröffentlicht am: 6 April 2018

Tabak ist, nach dem Minensektor, der zweitwichtigste Devisenbringer für das Land im südlichen Afrika... 

[F]ür [...] Ernte[n] bekam [man] früher mehr. Liegt es an den Weltmarktpreisen? ...[O]bjektive Vergleiche sind fast unmöglich in Simbabwe, wo selbst in den grossen Hotels der Internetzugang eingeschränkt ist...

Der Grossteil [des Tabaks] laufe über sogenannte Contracts. Dabei gehe der Bauer mit dem Abnehmer – meist Fabriken – einen längerfristigen Vertrag ein. Der Farmer verpflichtet sich dabei, seine Ware exklusiv und zu einem vereinbarten Preis dem Vertragspartner zu verkaufen. Im Gegenzug erhält er Dünger, Unkrautvertilgungsmittel und Insektizide. Meist werde auch zur Bedingung gemacht, dass der Bauer nichts anderes als Tabak anpflanze...

[D]as Kontraktsystem birgt Risiken... Sinkt die Qualität, kann der Abnehmer den Vertrag kündigen. Dann steht der Bauer oft vor existenziellen Schwierigkeiten, weil er nicht mehr zur Selbstversorgung auf angebauten Mais oder angebautes Gemüse zurückgreifen kann...

Einer dieser Grossabnehmer ist das Unternehmen British American Tobacco... Die grössten Käufer sind jedoch chinesische Fabrikanten...

Die Kleinfarmen sind meist [...] familiär organisiert... 80% der Simbabwer sind arbeitslos... Auch arbeiten häufig Kinder, die besser zur Schule gingen, auf den Feldern, oft ohne Schutzmassnahmen... 

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Betreffende Unternehmen: British American Tobacco