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Tag der Arbeit 2019: Menschenwürdige Arbeit weltweit sichern

Autor/in: BMZ auf Entwicklungspolitik Online, Veröffentlicht am: 30 April 2019

Zum Internationalen Tag der Arbeit am 1. Mai hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gemahnt, Arbeitnehmerrechten müsse nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit Geltung verschafft werden. Viele unserer täglichen Produkte würden in Entwicklungsländern unter ausbeuterischen Bedingungen hergestellt. Die Durchsetzung von Arbeits- und Sozialstandards und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern sei deshalb ein zentraler Schwerpunkt des Entwicklungsministeriums (BMZ).

"Zum Beispiel stammen 90% unserer Kleidung aus Südostasien", sagte Müller. "Oft bedeutet das: 16-Stunden-Schichten in stickigen Fabriken, Kündigung bei Schwangerschaft. Und das alles für einen Hungerlohn, der kaum für Miete, Essen und den Schulbesuch der Kinder reicht. Weltweit müssen 150 Millionen Kinder auf Kaffee- oder Kakaoplantagen, in Fabriken oder Steinbrüchen schuften, weil die Eltern keine existenzsichernden Einkommen erhalten." ...

"Viele Unternehmen gehen hier voran", sagte Müller. "Aber nicht alle stellen sicher, dass in ihren Lieferketten Menschenrechte und soziale Mindeststandards eingehalten werden. Unternehmen müssen ihrer Verantwortung noch stärker nachkommen, damit Menschen in Entwicklungsländern sich und ihre Familien von ihrer Arbeit ernähren können. Nur dann haben sie eine Zukunftsperspektive in ihrer Heimat."

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