Tag der indigenen Völker: Zivilgesellschaft fordert Ratifizierung der ILO-Konvention 169 durch Bundesregierung

Autor/in: Entwicklungspolitik Online, Veröffentlicht am: 9 August 2019

"Bündnis fordert Ratifizierung der ILO-Konvention 169", 6. August 2019

Aus Anlass des Tages der indigenen Völker (9. August) hat Brot für die Welt darauf hingewiesen, dass der Lebensraum der indigenen Bevölkerung weltweit durch Wirtschaftsinteressen bedroht ist. Gemeinsam mit dem ILO 169-Koordinierungskreis forderte das evangelische Hilfswerk die Bundesregierung auf, die Konvention Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu ratifizieren. Die Konvention schützt indigene Völker vor Unterdrückung, Diskriminierung und Vertreibung...

Die ILO-Konvention Nr. 169 räumt indigenen Völkern bei Großprojekten auf ihrem Land ein Konsultationsrecht ein und hebt ihre Rechte an den natürlichen Ressourcen ihres Landes ausdrücklich hervor. Dies schließt die Beteiligung an Nutzung, Bewirtschaftung und Erhaltung dieser Ressourcen ein. Das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten, darunter Brasilien, verschärft jedoch den Druck auf die indigene Bevölkerung im Amazonas-Regenwald. Brasiliens Regierung möchte die Agrarexporte erhöhen und den Sojaanbau im Amazonas-Regenwald ausweiten. Dafür wird die dort lebende indigene Bevölkerung von ihrem Territorium vertrieben und der Regenwald abgeholzt...

Die ILO-Konvention Nr. 169 ist das einzige internationale Abkommen, das
die Rechte indigener Völker verbindlich regelt. Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung verpflichtet, die Ratifizierung der ILO-Konvention 169 zum Schutz der indigenen Völker anzustreben...

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