USA: Firmen distanzieren sich von der Waffenlobby nach Schießerei an Schule in Florida, bei der 17 Menschen starben

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5 March 2018

Sie nehmen es mit der NRA auf

Autor/in: Julian Heißler, ZEIT Online

Befürworter schärferer Waffengesetze in den USA hoffen nun, dass sich die Dynamik aus North Carolina wiederholen lässt. Die Aufmerksamkeit bringen seit Wochen die Überlebenden des Schulmassakers von Parkland. Doch mittlerweile machen auch zahlreiche Unternehmen deutlich, dass sie eine stärkere Regulierung von Schusswaffen für notwendig halten...

Es bräuchte schon ein umfassendes und flächendeckendes Verbot von ganzen Waffenklassen, um Druck auf die Industrie auszuüben.

Die Erfahrung aus dem Toilettenstreit von North Carolina lässt sich also nicht ohne Weiteres auf die Waffendebatte übertragen. Die Wirtschaft in den USA kann zwar indirekt Druck auf die Politik ausüben, um eine stärkere Regulierung zu erreichen. Sie hat es aber auch mit einem mächtigen Gegenspieler zu tun. Und der ist entschlossen zu kämpfen.

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3 March 2018

Die Waffenfrage bewegt Corporate America zu einer politischen Stellungnahme

Autor/in: Christiane Hanna Henkel, Neue Zürcher Zeitung

Seit dem Massenmord in der Highschool haben denn auch eine Reihe von Unternehmen zu dem umstrittenen Thema Waffenbesitz Stellung genommen und vereinzelt Massnahmen ergriffen..., darunter die Autoverleihfirmen Enterprise (mit den Marken Enterprise, Alamo und National), Avis Budget, True Car und Hertz, die Versicherungskonzerne Chubb und MetLife, das Softwareunternehmen Symantec, die Hotelketten Best Western und Wyndham, die Fluggesellschaften Delta Airlines und United Airlines sowie die First National Bank of Omaha...

Wie Dick's erklärten auch Kroger, L. L. Bean und Walmart, dass sie Schusswaffen künftig nur noch an Personen ab 21 Jahre verkaufen werden; Walmart, Amerikas grösster Detailhändler mit rund 4700 Filialen und auch grösster Waffenverkäufer, hatte bereits nach dem Amoklauf in der Primarschule in Newtown Schnellfeuerwaffen aus dem Sortiment genommen...

Es ist nicht das erste Mal, dass Amerikas Unternehmen sich gezwungen sehen, zu gesellschaftlichen und politischen Ereignissen oder Entwicklungen Stellung zu beziehen. So führten etwa die Ereignisse in Charlottesville bzw. die fragwürdige Reaktion von Präsident Trump auf den Aufmarsch der rechten Demonstranten dazu, dass sich Firmen aus den Unternehmer-Beiräten im Weissen Haus zurückzogen und einige dieser Beiräte ganz aufgelöst wurden...

Viele Firmen setzen denn auch umfangreiche soziale und gesellschaftliche Programme auf. Bei einigen Firmen grenzt das mittlerweile an Aktivismus.

Die Frage aber ist generell, wann und inwieweit ein Unternehmen überhaupt Position beziehen muss. 

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1 March 2018

Walmart erhöht Mindestalter für Kauf von Schusswaffen

Autor/in: Frankfurter Allgemeine

Während Amerikas Politiker nach dem High-School-Attentat von Parkland über schärfere Waffengesetze debattieren, ergreifen mehrere Unternehmen nun selbst die Initiative...

Nach dem Massaker an einer High School in Florida hat der amerikanische Einzelhandelskonzern Walmart das Mindestalter für den Kauf von Schusswaffen auf 21 Jahre erhöht... „Im Licht der jüngsten Ereignisse haben wir die Gelegenheit ergriffen, unsere Regeln beim Verkauf von Schusswaffen zu überprüfen.“ Von jetzt an werde die Altersbegrenzung für den Kauf von Schusswaffen und Munition auf 21 Jahre erhöht, hieß es.

Kurz zuvor hatte die amerikanische Sportladenkette Dick’s Sporting Goods mitgeteilt, sie werde den Verkauf von Sturmgewehren und großen Magazinen beenden. Zudem solle an Menschen unter 21 Jahren keine Schusswaffen mehr verkauft werden, unabhängig von den Gesetzen des jeweiligen Staats. 

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28 February 2018

USA: Nach Schießerei an Schule in Florida distanzieren sich Firmen von der Waffenlobby

Autor/in: Kathrin Werner, Süddeutsche Zeitung

"Firmenchefs sind die neuen Wächter der Werte", 27 Februar 2018

Die First National Bank of Omaha gibt die "offizielle Kreditkarte der NRA" nicht weiter heraus; [...] Fluglinien wie United oder Delta und der Autoverleiher Hertz schaffen ihre Rabatte für Mitglieder der NRA ab. Da die Politik offenbar versagt, den Waffenkult der Amerikaner einzudämmen, springt nun die Wirtschaft ein...

[I]hnen [fällt] plötzlich die Rolle zu, Wächter der Werte zu sein. Nachdem Donald Trump Muslime an der Einreise hindern wollte, protestierten die Firmenchefs aus dem Silicon Valley. Als North Carolina ein Gesetz schuf, das transsexuelle Frauen auf die Männertoilette schickte, beendete der Bezahldienst Paypal seine Expansionspläne in dem Bundesstaat. Als Trump nicht gegen Nazi-Aufmärsche Stellung bezog, wandten sich so viele Konzernchefs von ihm ab, dass er zwei Beratergremien auflösen musste...

Vor allem die Geldbranche [...] hat mehr Macht über die Waffenindustrie als jeder Politiker. Wenn Kreditkartenfirmen und Banken verkünden, dass ihr Geld nicht mehr für Waffenkäufe verwendet werden darf, wird es bald keine Waffenkäufe mehr geben. Bezahldienste wie Paypal, Square und Apple Pay haben das bereits entschieden... Blackrock hat bei den Waffenherstellern angemahnt, dass sie ihre Firmenpolitik überdenken.

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