Weltfrauentag 8. März 2018: Blick auf Wirtschaft & Frauenrechte

Women's rights_credit Marc Nozell via Flickr

Von der Textilindustrie in Südasien über Zwangsarbeit und geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz bis hin zum IT-Sektor in Deutschland - die Geschäftstätigkeiten von Unternehmen in unterschiedlichen Branchen haben Auswirkungen auf das Leben von Frauen und Mädchen. Anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentags werfen wir einen Blick auf das Thema Wirtschaft und Frauenrechte.

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8 March 2018

Internationaler Frauentag: FEMNET fordert Schutz vor Gewalt bei der Arbeit

Autor/in: Femnet

Die #metoo-Bewegung macht deutlich: Geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz gehört zum Alltag vieler Arbeitnehmerinnen. Anlässlich des Internationalen Frauentags ruft FEMNET zur Solidarität mit den Näherinnen in Südasien auf.

Weltweit leiden mehr als ein Drittel aller Frauen, also über 800 Millionen, unter Gewalt am Arbeitsplatz. Besonders gefährdet sind Frauen in schlecht bezahlten und unsicheren Arbeitsverhältnissen, wie sie in der globalen Textilindustrie bis heute massenhaft zu finden sind... Sie werden von Aufsehern an den Haaren gezogen, schikaniert, unflätig beschimpft, sexuell belästigt, nicht selten sogar vergewaltigt...

Zur Unterstützung dieser Frauen in Indien und Bangladesch hat FEMNET einen Rechtshilfefonds eingerichtet, der ihnen dabei hilft, ihre Rechte einzuklagen.

Auf politischer Ebene setzt sich FEMNET für eine neue Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz ein. „Bisher gibt es noch keine internationale Konvention, die Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz vorschreibt. Deshalb müssen Unternehmen besonders darauf achten, dass sie sowie ihre Lieferanten keine Gewalt am Arbeitsplatz dulden – und Regierungen müssen dafür sorgen, dass Unternehmen vorbeugend handeln“, sagt Dr. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation.

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5 March 2018

Die Lebenswirklichkeit von Frauen verändern, insbesondere in Arbeitskontexten

Autor/in: Aisa Manlosa and Denise Margaret Matias, Euractiv

Frauen sind nun erwerbstätig, aber die #MeToo-Kampagne hat gezeigt, dass der Arbeitsplatz ein Nährboden für Ungleichheit und Gewalt gegen Frauen sein kann.

Der diesjährige Internationale Frauentag am 8. März hat das Motto „Press for Progress“. Es ist teilweise inspiriert vom Global Gender Gap Report 2017 des World Economic Forum (WEF), der darauf verweist, dass wir unter gegenwärtigen Bedingungen erst in 217 Jahren Geschlechterparität bei Einkommen erreichen werden. Der Internationale Frauentag setzt sich dafür ein, „in Geschlechterparität zu denken“...

Einer der Teilindizes im WEF-Bericht betrifft die wirtschaftliche Partizipation... Dazu gehört bezahlte Arbeit, formelle und informelle. Zwangsläufig schließt der Teilindex unbezahlte Arbeit von Frauen aus... Unbezahlte Arbeit ist jedoch ein wichtiger wirtschaftlicher Beitrag, auch wenn sie nicht explizit monetär vergütet wird. Zudem hat sie Auswirkungen auf das Ausmaß, in dem Frauen an wirtschaftlichen Aktivitäten teilnehmen können...

Geschlechtergleichstellung zu erreichen, bedeutet, einen tatsächlichen Wandel in der Lebenswirklichkeit von Frauen zu bewirken, insbesondere in Arbeitskontexten... Um die Gleichstellung der Geschlechter zu verwirklichen, müssen die Bemühungen über das Erreichen von Statistikwerten hinausgehen.

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4 March 2018

Weltfrauentag: Coca-Cola fördert die Zukunft von geflüchteten Frauen in der IT-Branche

Autor/in: Presseportal

Viele weibliche Geflüchtete sind gebildet, höchst motiviert und haben trotzdem nur wenig Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt - besonders im IT-Bereich. Um diesen technikbegeisterten Frauen eine bessere Perspektive zu bieten, hat Anne Kjaer Riechert, Gründerin und Geschäftführerin der ReDI School of Digital Integration, ein spezielles Programm ins Leben gerufen...

Geflüchtete können an der ReDI School in mehrmonatigen Kursen das Programmieren lernen. Außerdem werden ihnen Kontakte zu Unternehmen der IT-Branche vermittelt. Mit Erfolg: Fast die Hälfte der ReDI School Absolventen hat bereits einen Praktikums- oder Arbeitsplatz gefunden. Knapp 30 Prozent der Schüler besuchen inzwischen eine Universität - und etwa jeder zehnte Absolvent hat sogar selbst ein Start-up gegründet. Zu den prominentesten Unterstützern des digitalen Integrationsprogramms zählen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg...

The Coca-Cola Foundation [unterstützt] das ReDI Women Programm in den nächsten drei Jahren..., [um] das Programm voranzutreiben und Frauen in der IT eine Zukunft zu bieten.

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20 September 2017

Mehr als 40 Millionen Menschen leben weltweit als Sklaven, laut einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation; vor allem Frauen werden Opfer von Zwangsarbeit

Autor/in: Thorsten Knuf, Frankfurter Rundschau

Auch im 21. Jahrhundert gibt es noch Sklaverei – und zwar weltweit. Mehr als 40 Millionen Menschen leben als Sklaven, heißt es in einem neuen Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)... Die Opfer der Sklaverei sind meistens Frauen. Auch Kinder sind betroffen... Von den rund 40 Millionen Menschen [...] befanden sich rund 25 Millionen in Zwangsarbeit. Sie wurden also durch Drohungen oder Nötigung zur Arbeit gezwungen – etwa in Haushalten, auf Baustellen, in illegalen Fabriken, auf Farmen, in der Fischerei, der Sex- Industrie oder in anderen Sektoren. Rund 15 Millionen Menschen, zum ganz überwiegenden Teil Frauen, lebten in Zwangsehen. Auch das wertet die ILO als Zwangsarbeit: Die Betroffenen werden unter dem Deckmantel der Ehe zu Arbeit gezwungen und sind ihrer sexuellen Selbstbestimmung beraubt... In den meisten Fällen handelt es sich um Firmen aus dem Privatsektor. Oft sind sie in der Schattenwirtschaft aktiv, zahlen also zum Beispiel keine Steuern und unterliegen keiner staatlichen Aufsicht. Auch Staaten selbst zwingen Menschen zur Arbeit...

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