Menschenrechte im Kakaosektor: Herausforderungen & Potenziale für fortschrittliche Unternehmenspraxis

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1 February 2014

Thema Kakao - Bitterer Nachgeschmack

Autor/in: Südwind Institut

...Die Einnahmen der Kakaobauernschaft schwanken sehr stark und sind langfristig deutlich gefallen...Der langfristig sinkende Kakaopreis führte zur Verarmung von Millionen Bäuerinnen und Bauern, die noch vor wenigen Jahrzehnten mit dem Kakaoanbau oftmals gute Einnahmen erzielen konnten. Sie versuchen, die niedrigeren Einnahmen durch eine Senkung der Kosten aufzufangen. Dies ist eine der Ursachen für die Kinderarbeitsskandale der Branche: Da sie keine Erntehelfer mehr bezahlen können, setzen sie verstärkt ihre eigenen Kinder oder auch angeheuerte Kinder ein. In Westafrika arbeiten hunderttausende Kinder unter Bedingungen, die sowohl laut den nationalen Gesetzen als auch laut internationalen Standardsverboten sind. Die Kinderarbeit ist ein Symptom für die schlechte Situation vieler Kakaoanbauer...Armut ist nach Aussage der Betroffenen der Hauptgrund, warum ihre Kinder arbeiten und nicht zur Schule gehe...Besonders benachteiligt sind jene Kinder,die nicht auf den Farmen ihrer eigenen Eltern arbeiten...

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10 April 2017

Forum Nachhaltiger Kakao mit Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet

Autor/in: UmweltDialog

...Das Forum Nachhaltiger Kakao ist mit dem ZEIT WISSEN-Preis „Mut zur Nachhaltigkeit“ in der Kategorie Handeln ausgezeichnet worden. Diese würdigt das Engagement der Multistakeholder-Initiative für bessere Lebensbedingungen der Kakaobauernfamilien und für einen höheren Anteil an nachhaltig angebautem Kakao in den in Deutschland verkauften Süßwaren. Laudator Dr. h.c. August Oetker [...] hob das Projekt PRO-PLANTEURS hervor, mit dem sich das Forum vor Ort für mehr Nachhaltigkeit im Kakaoanbau einsetzt. Oetker sagte: „Das Forum zeigt, dass die soziale und ökologische Nachhaltigkeit nicht in Widerspruch steht zur ökonomischen Dimension der Nachhaltigkeit.“...Die Preisverleihung fand im Rahmen des Nachhaltigkeitskongresses am 28. März 2017 in Hamburg statt...

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19 October 2017

Forum Nachhaltiger Kakao betont gemeinsames Vorgehen von Industrie & Regierung für Einhaltung von Arbeits- & Sozialstandards in der Lieferkette

Autor/in: openPR

"Menschenrechte sind Grundbaustein für eine erfolgreiche Entwicklung", 12 Oktober 2017

„Entwicklungsfortschritte werden insbesondere dort erzielt, wo Menschenrechte eingehalten, die Regierungsführung verbessert und die Effizienz staatlicher Institutionen gestärkt wurden.“ [...] Armut, Kinderarbeit und Benachteiligung der Frauen [sind] die drei größten menschenrechtlichen Herausforderungen in der Lieferkette Kakao... „In immer komplexer werdenden Zusammenhängen lassen sich Fortschritte nur gemeinsam erzielen, koordiniert und mit allen an der Lieferkette Beteiligten und über Landesgrenzen hinaus.“ Deshalb gebe es das Forum Nachhaltiger Kakao, als Zusammenschluss von Vertretern der Schokoladenindustrie, des Lebensmittelhandels und der Zivilgesellschaft im Verbund mit der Bundesregierung... [Der] Nationale Aktionsplan (NAP) [ist] das Instrument, mit dem in Deutschland und anderen Ländern die UN-Leitlinien zu Wirtschaft und Menschenrechten umgesetzt und nachverfolgt werden... Menschenrechte zu wahren, darf nicht eine Frage der Compliance, der Übereinstimmung mit Standards, sein. Die Achtung von Menschenrechten muss zu bewusstem Handeln werden... Dazu gehören auch angemessene und faire Preise... Denn Armut ist die Hauptursache für Menschenrechtsverletzungen auf lokaler Ebene. [mit Bezug auf Rewe]

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2 February 2018

Großkonzerne müssen mit Kleinbauern zusammenarbeiten, um Bedingungen im Kakaosektor zu verbessern, so Menschenrechtler

Autor/in: Katja Scherer, Süddeutsche Zeitung

"Der bittere Beigeschmack der Schokolade", 2 Jan 2018

Kinderarbeit, Armut und abgeholzte Regenwälder - Kakao wird oft unter katastrophalen Bedingungen gewonnen...

Der Markt für Kakao ist ein perfektes Beispiel dafür, was alles schieflaufen kann, wenn westliche Großkonzerne mit nicht organisierten Kleinbauern zusammenarbeiten, wenn sich die eine Seite den Renditeforderungen ihrer Anleger verpflichtet fühlt und die andere ums Überleben kämpft...

Diese Probleme machen längst nicht mehr nur Menschenrechtlern und Öko-Aktivisten Sorgen, sondern auch den globalen Großkonzernen... In Deutschland etwa setzt sich daher seit 2012 das Forum Nachhaltiger Kakao dafür ein, dass mehr Kakao aus zertifiziertem Anbau gewonnen wird. Dabei sitzen sowohl Industrie und Einzelhandel als auch NGOs und Siegelorganisationen wie Fairtrade mit am Tisch... An allen Siegelorganisationen gibt es allerdings Kritik...

Einige Unternehmen wie Mondelez haben sich deshalb wieder von der Zertifizierung verabschiedet und setzen auf eigene Programme... Nestlé etwa schreibt auf seiner Internetseite: "Wesentliches Ziel ist es, die langfristige Versorgung mit dem wichtigen Rohstoff sicherzustellen und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Lieferanten und Partner in den Anbauländern zu verbessern... Was löblich klingt, hat Schwächen. "Viele Trainingsprogramme sind nur darauf ausgelegt, dass Kleinbauern produktiver arbeiten", kritisiert Hütz-Adams...

Langjährige Lieferbeziehungen mit den Bauern, ein direkterer Austausch und höhere Preise - das sind für Friedel Hütz-Adams vom Südwind Institut die drei Stellschrauben, um im Kakaoanbau wirklich etwas zu verändern... [mit Bezug auf Cargill, ADM, Barry Callebaut, Mondalez, Mars, Nestle, Lidl, Aldi Nord, Aldi Süd, Rewe]

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5 February 2018

ALDI stellt Produkte auf Fairtrade-Kakaoprogramm um; faire soziale Bedingungen stehen im Mittelpunkt

Autor/in: UmweltDialog

ALDI SÜD und ALDI Nord stellen in diesem Jahr sämtliche Moser Roth Tafelschokoladen, Pralinen sowie Saisonartikel zur Oster- und Weihnachtszeit schrittweise auf das Fairtrade-Kakaoprogramm um. Die Mehrkosten, die für die Umstellung auf das Kakaoprogramm entstehen, werden von ALDI getragen – die Preise für die Produkte bleiben für die Kunden somit stabil...

Im Unterschied zum klassischen Fairtrade-Siegel geht es beim Kakaoprogramm um fairen Rohstoffeinkauf und nicht um die Zusammensetzung und Zertifizierung einzelner Produkte. Im Fall von Schokoladenprodukten wird nur der Kakao zu Fairtrade-Bedingungen gehandelt. Bei anderen Zutaten, wie beispielsweise Rübenzucker, können Hersteller auch auf konventionelle Rohstoffe zurückgreifen. Die Fairtrade-Zertifizierung zeichnet sich außerdem durch einen festgelegten Mindestpreis sowie eine Prämie für die Kakaobauern aus. So unterstützt ALDI Projektarbeit in den Anbauländern und engagiert sich für den nachhaltigen Anbau von Rohstoffen. Die größten Anbaugebiete für Kakao liegen in der Elfenbeinküste und Ghana.

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7 February 2018

Neuer Bericht von Nestlé dokumentiert Erfolge im Kampf gegen Kinderarbeit im Kakaosektor

Autor/in: Thomas Wischniewski, UmweltDialog

Der Anbau von Kakao sichert weltweit den Lebensunterhalt von 40 bis 50 Millionen Menschen. Allerdings arbeiten auf den Farmen in den meist armen Anbauländern auch viele Minderjährige mit, oft unter riskanten Bedingungen. Der Lebensmittelgigant Nestlé stemmt sich dagegen und konnte in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben schon einiges erreichen – auch dank eines tieferen Einblicks in die Gründe und Formen von Kinderarbeit...

Dokumentiert hat Nestlé die Fortschritte in dem Bericht „Tackling Child Labour“, den der Lebensmittelkonzern zusammen mit der International Cocoa Initiative (ICI) erstellt hat. Im Zentrum steht darin das sogenannte „Child Labour Monitoring and Remediation System (CLMRS)“, das Nestlé mit der ICI aufgesetzt hat. Es soll mehr Klarheit über die Ursachen von Kinderarbeit auf den Plantagen schaffen und durch Ansprechpartner vor Ort gezielte Maßnahmen ermöglichen...

Ein Erfolgsfaktor war dabei laut Nestlé der enge Kontakt der Vertrauenspersonen zu den Kleinbauern vor Ort. „Durch den gemeinschaftsbasierten Ansatz hatten die Bauern das Vertrauen, akkurate und verlässliche Informationen über die Zahl der Kinder zu teilen, die potenziell in dem Sektor arbeiten“, heißt es in dem Bericht...

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8 February 2018

RITTER Sport stellt Schokoladenherstellung auf zertifziert nachhaltigen Kakao um; gilt auch für soziale Bedingungen in der Lieferkette

Autor/in: UmweltDialog

"Wirklich gute Schokolade", 2 February 2018

Ein Meilenstein für das Thema Nachhaltigkeit in der Süßwarenbranche: Mit der Alfred Ritter GmbH & Co. KG hat der erste große Tafelhersteller seinen Kakaobezug für das gesamte Sortiment vollständig auf zertifiziert nachhaltigen Kakao umgestellt...

Mit diesen 100 Prozent zertifiziert nachhaltigem Kakao wird Ritter Sport zum Vorreiter der Branche. Laut Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie liegt der Anteil an nachhaltig erzeugtem Kakao in den in Deutschland verkauften Süßwaren insgesamt aktuell bei 45 Prozent...

„Wir haben den Anspruch, wirklich gute Schokolade herzustellen. Das gilt nicht nur für unsere kompromisslose Qualitätsphilosophie, sondern ganz besonders auch für die ökologischen und sozialen Bedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und damit vor allem auch im Kakaoanbau“, erklärt Andreas Ronken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Alfred Ritter GmbH & Co. KG...

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31 March 2018

Viele Kakaobauern leben in Armut

Autor/in: Oliva Ristau, Frankfurter Rundschau

„Mit nachhaltigem Kakao erziele ich stabilere Einnahmen“... [sagt] Vanegas [...] einer von 3500 Kakaobauern, die ihre Früchte in Nicaragua über 20 Kooperativen an den deutschen Schokoladenhersteller Alfred Ritter verkaufen...

Das ist am Markt alles andere als üblich. Noch beziehen Süßwarenriesen wie Nestlé und Mondelez den Kakao vor allem über Großhändler und bauen nicht selbst an. Die Verarbeitungskapazitäten der drei größten Unternehmen Barry Callebaut, Cargill und Olam reichen für zwei Drittel des Weltmarkts. Dem stehen rund fünf Millionen Kleinbauern gegenüber, die mehr als 90 Prozent des Kakaos weltweit ernten und von denen das Gros in Armut lebt, vor allem in Afrika. Dort findet sich auch das große Problem der Kinderarbeit...

„Zwar haben Unternehmen eine Reihe von Projekten angestoßen, um die Lage der Menschen zu verbessern“, sagt Friedel Hütz Adams vom Südwind-Institut aus Bonn. Gebracht habe das aber wenig...

„Existenzsichernde Einkommen sind ein Menschenrecht“, so Hütz Adams. „Die Unternehmen müssen daher veränderte Geschäftsmodelle aufbauen, um die Situation der Bäuerinnen und Bauern nachhaltig zu verbessern.“ Firmen wie Ritter seien eine Ausnahme...

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19 April 2018

Neuer Kakaobarometer drängt auf politische Lösungen gegen Armutsfälle & Kinderarbeit im Kakaosektor

Autor/in: Public Eye

Der Versuch von Regierungen und Industrie, mit technischen Ansätzen politische Probleme wie die in der Kakao-Produktion allgegenwärtige Armutsfalle oder Kinderarbeit zu beseitigen, bringt kaum Verbesserungen: Dies zeigt der Kakaobarometer 2018, den Public Eye heute gemeinsam mit weiteren Organisationen im Vorfeld der am Sonntag in Berlin beginnenden World Cocoa Conference veröffentlicht. Während Kakaobäuerinnen und -bauern mit einem bis zu 35 Prozent tieferen Kakaopreis als vor einem Jahr auskommen müssen, streichen auch Schweizer Schokoladefirmen satte Gewinne ein. Die Schweiz als Sitzstaat vieler grosser Kakaokonzerne steht politisch besonders in der Pflicht. [mit Bezug auf Nestle und Lindt & Sprüngli]

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