Interim report on German NAP monitoring outlines methodology incl. questionnaire for 2019 survey

The German National Action Plan (NAP) on business and human rights sets out the expectation for at least 50% of German companies with more than 500 employees to have introduced effective human rights due diligence measures into their business processes by 2020. According to its coalition agreement on implementing the NAP, the Government has committed to taking legal action if this target is not reached. As part of a monitoring process the Government is currently reviewing to what extent companies are meeting their due diligence obligations and on 10 July 2019 the Federal Foreign Office published the first interim report on the process so far.

The report also outlines the methodology and includes the questionnaire for the 2019 survey phase. NGOs, media and parliamentarians have criticized the inclusion of additional evaluation groups 'Companies with implementation plan' and 'Companies on the right track' (BHRRC translation) as well as the current failure to consider 'non-responders' - the fear being that the final review could be weakened or delayed, particularly at the instigation of the Economic Ministry. According to the newspaper TAZ however, the Development Ministry (BMZ) has stated that in the summer of 2020 a clear distinction will be made between 'complier' and 'non‑complier'.

In a joint statement published on 18 July 2019, NGO networks CorA, VENRO and Human Rights Forum (Forum Menschenrechte) and the German Federation of Trade Unions (DBG) outline the different points of criticism in detail and call for a supply chain law. Some of the points raised were also found in NGO statements relating to earlier draft versions of the methodology.

Foreign Minister Maas has appealed to companies to respond to the monitoring survey, due to be sent out in late July/early August.

Further information including the NGO statement and the interim report can be found below (in German).

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Author: Zeit Online

"Bundesregierung startet Menschenrechtsüberprüfung in Unternehmen", 7. August 2019

...Zu Beginn des Jahres 2020 sollen die Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht werden. Dabei ist es das Ziel der Bundesregierung, ein erstes realistisches Bild des Umgangs mit der menschenrechtlichen Sorgfalt in deutschen Unternehmen zu erhalten, um gegebenenfalls weitere spezifische Maßnahmen und Unterstützung anbieten zu können. Voraussichtlich wird es in der ersten Jahreshälfte 2020 dann eine zweite und abschließende repräsentative Umfrage zur Einhaltung des NAP geben.

Anspruch der deutschen Wirtschaft muss es sein, durch eine hohe Beteiligung an der Umfrage der Bundesregierung die flächendeckenden Anstrengungen zur menschenrechtlichen Sorgfalt in Unternehmen in Abhängigkeit von den individuellen Unternehmensrisiken zu erläutern. Dabei bietet das Monitoring-Verfahren die Chance zu verdeutlichen, welche Möglichkeiten und Limitierungen Unternehmen bei der Wahrung von Menschenrechten in komplexen Wertschöpfungsnetzwerken haben. So besteht bis 2020 die Möglichkeit, ein gemeinsames Verständnis davon zu entwickeln, welche Rolle Staaten als erste Adressaten bei der Gewährleistung elementarer Menschenrechte und Unternehmen als verantwortliche Akteure im nationalen und globalen Handel zukommt. Nur so wird es möglich sein, eine sachliche und konstruktive Debatte zwischen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu führen...

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Author: Auswärtiges Amt

29. Juli 2019

Am 29. Juli 2019 haben rund 1.800 Unternehmen ein Anschreiben per E-Mail erhalten. Darin bittet der Auftragnehmer EY  im Namen der Bundesregierung um die Teilnahme an der Erhebung 2019. Unternehmen sollen den ausgefüllten Online-Fragebogen bis 1. Oktober 2019 zurücksenden. Nur wenn die Unternehmen im Monitoring substantielle Auskünfte erteilen, können aussagekräftige Erkenntnisse über den NAP-Umsetzungsstand gewonnen werden.

Bereits im November 2018 hatten fünf Bundesminister im Namen des IMA einen Brief an alle Unternehmen, die vom NAP-Monitoring erfasst werden können, gesandt und um ihre aktive Teilnahme gebeten...

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22 July 2019

Questionnaire for the monitoring of the National Action Plan for Business and Human Rights 2016-2020

Author: Federal Foreign Office

This questionnaire forms the basis for the representative survey 2019... The link to the online questionnaire will be sent to all companies in the sample by email... The Comply-or- explain mechanism allows you [...] to explain your answers in follow-up questions...

The German version of the questionnaire is also published in appendix 5 of the “Zwischenbericht” (document only available in German) and contains a comparison per question regarding the wording of the NAP and an explanation of the elements respectively wording of the UN Guiding.

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Author: Agentur für Wirtschaft & Entwicklung

Wo stehen Unternehmen beim Thema menschenrechtliche Sorgfalt?

Diese Frage steht im Mittelpunkt des NAP Monitoring 2019. In wenigen Wochen überprüft ein Dienstleister-Konsortium im Auftrag der Bundesregierung unter der Leitung von Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) den aktuellen Stand der NAP-Umsetzung großer deutscher Unternehmen. 

Weiterführende Informationen:

NAP Fragebogen

NAP Fragen & Antworten zum Fragebogen

NAP Monitoring Zwischenbericht

Glossar

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19 July 2019

Business and human rights – making globalisation fair

Author: Federal Foreign Office

The NAP contains five core elements as guidelines on how human rights due diligence is to be effectively included in a company’s management processes...

The German Government has set up a process to monitor the implementation of these core elements...

Companies will be rated as “compliers” or “non‑compliers” in the NAP monitoring process, depending on whether or not they have introduced the core elements of human rights due diligence adequately. If a company has not (yet) carried out certain procedures and measures, it can state how it intends to meet the targets by the end of 2020. In early 2021, the German Government will verify whether it has actually put these plans into practice.

The monitoring process thus not only provides information on the current status of implementation and on any shortcomings, but also reveals development potential and motivates firms to respect human rights more proactively, to create transparency and to benefit from others’ experiences...

The idea of the NAP is to give companies the opportunity to meet their human rights obligations voluntarily... However, should the survey reveal that voluntary undertakings are not enough, the German Government will consider further action from 2020 onwards that may culminate in legislative measures.

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Author: CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, DGB, Forum Menschenrechte, VENRO

18. Juli 2019

...Deutsche Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften fordern unabhängig vom NAP-Monitoring ein Gesetz zur menschenrechtlichen Sorgfalt in Wertschöpfungsketten deutscher Unternehmen. Ein solches „Lieferkettengesetz“ ist auch dann erforderlich, wenn mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten bereits jetzt umsetzen würden. Es kann nicht angehen, dass die anderen Unternehmen seien es 60 oder 40 Prozent zulasten der Umwelt und der Menschenrechte von Textil- und Minenarbeiter*innen, Bäuerinnen und Bauern und indigenen Gemeinschaften Kosten sparen und sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber vorbildlichen Unternehmen verschaffen.

Zu den zentralen Kritikpunkten am Monitoring im Einzelnen:

Kategorie „Unternehmen mit Umsetzungsplan“ [...]

Kategorie „Unternehmen auf einem guten Wege“ [...]

Vorerst keine Überprüfung von Non-Responders [...]

Nicht-Berücksichtigung unvollständig ausgefüllter Fragebögen [...]

Unbegrenzt nutzbarer „Comply-or-Explain“- Mechanismus [...]

Anforderungen unter dem Niveau der UN-Leitprinzipien [...]

Oberflächliche Plausibilitätsprüfung zu zentralen Elementen der menschenrechtlichen Sorgfalt [...]

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Author: Monitor

18. Juli 2019

...Armin Paasch, Misereor, Referent für Menschenrechte: "Wir beobachten seit Jahren, dass deutsche Unternehmen immer noch Kakao aus Westafrika aus Kinderarbeit beziehen, Eisenerze aus Brasilien oder Kohle aus Kolumbien aus katastrophalen Minen..."

[D]ie Bundesregierung [will] nun erst einmal herausfinden, wie es die Unternehmen mit den Menschenrechten halten. Durch ein sogenanntes Monitoring...

[I]m März drängt Altmaiers Ministerium darauf, die Anforderungen abzuschwächen. Da ist die Rede von "Grenzfällen". Das heißt: Unternehmen, die nicht alle Menschenrechtsanforderungen erfüllen, die am Ende aber doch noch als Erfüller gewertet werden könnten. In einem neuen Bericht versteht es darunter "Unternehmen mit Umsetzungsplan"...

Reporter: "Unser Eindruck ist, dass sich eigentlich Wirtschaftsminister Altmaier letztendlich auf ganzer Linie durchgesetzt hat."

Gerd Müller (CSU), Bundesentwicklungsminister: "Nein, das ist nicht so. Aber es ist schon erstaunlich, welcher Widerstand aus organisierten Kreisen der Wirtschaft mobilisiert wird. Nicht aus den Unternehmen."

Für den Beobachter der Vereinten Nationen ist das Vorgehen der Bundesregierung ein klarer Bruch internationalen Rechts.

Olivier de Schutter, UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Übersetzung Monitor): "Die UN-Leitlinien sind ja nicht einfach nur Empfehlungen, die für Deutschland nur freiwillig sind. Sondern sie erklären die Pflichten Deutschlands unter einem bindenden, internationalen Vertrag. Wenn wir es bei freiwilligen Maßnahmen belassen, dann werden die Unternehmen einfach die Globalisierung nutzen, um straflos zu bleiben. Daher denke ich, dass Deutschland in der Tat nicht im Einklang mit den Verpflichtungen des Internationalen Abkommens über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte handelt." ...

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Author: Hannes Koch, TAZ

12. Juli 2019

Ob sie die Menschenrechte in ihren Zulieferfabriken einhalten, sollen bundesdeutsche Unternehmen bis zum Sommer 2020 nachweisen... Wie die Überprüfung genau abläuft, ist teilweise aber noch unklar. Deswegen fürchtet der grüne Entwicklungspolitiker Uwe Kekeritz: "Die Bundesregierung hat offenbar die Absicht, die Überprüfung von 2020 auf 2021 zu verschieben."

...Für den Fall, dass das Ergebnis [der Überprüfung] schlechter als 50 Prozent ausfällt, drohen Union und SPD laut Koalitionsvertrag mit einem Gesetz... Weil sie das Gesetz möglichst verhindern wollen, haben Bundeskanzleramt und Wirtschaftsministerium (beide CDU) versucht, die Kontrolle aufzuweichen. Im Abschlussbericht in einem Jahr sollen neben den eindeutigen Firmen-Gruppen „Erfüller“ und „Nicht-Erfüller“ auch die Kategorien „Unternehmen mit Umsetzungsplan“ und „Unternehmen auf gutem Wege“ aufgeführt werden... Sollte es... zu wenige Erfüller geben, könnte man einige aus den beiden zusätzlichen Gruppen noch hinzunehmen, um die 50-Prozent-Quote zu erreichen.

Dem widersprechen Außen- (SPD) und Entwicklungsministerium (CSU). Aus letzterem ist zu hören, dass im Sommer 2020 klipp und klar in Erfüller und Nicht-Erfüller unterschieden werde. Dieses Ergebnis bilde dann die Basis für die Entscheidung, ob das Gesetz nötig sei. Freilich, so wird eingeschränkt, gebe es eine „Nachmeldefrist“ bis Jahresende 2020 für Firmen aus den anderen beiden Gruppen, die die Kriterien verspätet doch noch einhielten. Das spiele für das Ergebnis aber keine Rolle.

Diese Unklarheit könnte zu weiteren Debatten führen ...Markus Löning (FDP), früher Beauftragter für Menschenrechte im Auswärtigen Amt, sagt: "Die Regierung sollte jetzt ein Gesetz machen. Sonst gehen wieder Jahre ins Land, in denen nichts passiert."

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12 July 2019

Monitoring of the National Action Plan on Business and Human Rights: Interim report

Author: Federal Foreign Office

The first interim report on NAP monitoring presented in July 2019 outlines the findings and the methodology for the quantitative surveys. A summary at the start of the interim report provides a brief overview. The questionnaire for the 2019 survey is also part of the interim report...

In late July or early August, some 1800 businesses will receive a letter via email. A consortium [...] is carrying out the monitoring on behalf of the German Government and asking businesses to participate in the 2019 survey. Useful findings about NAP implementation can only be gained if the companies provide substantial information during the monitoring process...

Before the survey was launched in July 2019, Foreign Minister Maas commented as follows: 

"Germany and the German economy are reaping the benefits of globalisation. That is why we have a particular responsibility to protect the rights of the people working in our global supply and value chains. Businesses in Germany are now being asked to report how they ensure human rights are respected in their processes – and what challenges they encounter on the way. Now the businesses in question need to use the opportunity and respond." ...

The outcome of the monitoring process will then form the basis on which it will decide in 2020 which further steps to take in the sphere of business and human rights. These steps can include legislative measures.

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Author: Claus Hecking, Spiegel Online

'Wirtschaftsminister will Firmen vor Menschenrechtsgesetz schützen', 11. Juli 2019

...Von August an sollen 1800 deutsche Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern schriftlich befragt werden, ob sie sich ausreichend um die Einhaltung der Menschenrechte kümmern...

- In der ursprünglichen Fassung der Befragung sollten alle Unternehmen, welche die Anforderungen nicht erfüllen, als "Nicht-Erfüller" gewertet werden. Dagegen aber stellten sich das Bundeswirtschaftsministerium... und das Bundeskanzleramt... Stattdessen werden jetzt zwei neue Kategorien für Nicht-Erfüller mit guten Vorsätzen eingeführt...

- Unternehmen, die den Fragebogen lückenhaft ausfüllen, sollten ursprünglich als "Nicht-Erfüller" eingestuft werden. Jetzt werden sie gar nicht mehr gewertet...

- Ebenso nicht in die Wertung kommen Nicht-Teilnehmer... Diese Verzerrung sollte durch einen repräsentativen Vergleich zwischen Teilnehmern und Nichtteilnehmern geprüft und korrigiert werden. Aber auch dieser "Kontrollgruppenansatz" wurde... erstmal gestrichen...

"Durch diese Verwässerungen werden die Ergebnisse... manipuliert und schöngefärbt", empört sich Armin Paasch, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte bei Misereor...

Insbesondere die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) opponiert seit langem gegen ein Menschenrechtsgesetz... Nicht alle Unternehmen denken so wie der Verband. Konzerne wie DaimlerBMWTchibo oder Kik machen sich für eine gesetzliche Regelung stark...

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