Bayer nimmt Stellung zur NGO-Broschüre "Ein Jahr Bayer-Monsanto: Eine kritische Bilanz"

Ein Jahr nach der Übernahme des Monsanto-Konzerns durch Bayer ziehen INKOTA-Netzwerk und Misereor in der Broschüre "Advancing together?" eine kritische Bilanz. Die NGOs werfen Bayer vor, kritisierte Geschäftspraktiken des US-Konzerns unter dem Label von Bayer weiterzuführen, und damit Umwelt und Menschenrechte, besonders in Ländern des globalen Südens, zu gefährden sowie der Umsetzung der UN-Entwicklungsziele entgegenzuwirken.

Business & Human Rights Resource Centre hat Bayer eingeladen, zu der Studie Stellung zu nehmen. Bayer's Stellungnahme finden Sie untenstehend.

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16 May 2019

Antwort von Bayer

Gerne nutzen wir die Gelegenheit auf die kürzlich erschienene Publikation von INKOTA und MISEREOR „Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: Eine kritische Bilanz“ einzugehen. 

Als Gründungsmitglied des UN Global Compact ist Bayer schon seit Langem ein Verfechter der Menschenrechte und erkennt seine Pflichten aus den internationalen Erklärungen, Abkommen und Übereinkommen, aus nationalem Recht und aus den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte an. 

Dieser Verantwortung kommen wir auch beim Umgang mit unseren Lieferanten nach. Gemäß den anerkannten Standards erstattet das Unternehmen im Rahmen seiner Jahresabschlüsse über sein Engagement in diesen Bereichen Bericht. Darüber hinaus befolgen wir die einschlägigen Verhaltensregeln für multinationale Unternehmen wie jene der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der OECD. 

Auf von unseren Stakeholdern vorgebrachte Bedenken hat das Unternehmen schon immer durch den direkten Dialog oder die Förderung von Diskussionen geantwortet. Durch diese Einbindung fließen verschiedene Perspektiven und individuelle Anliegen in unsere Arbeit ein. Indem wir Konsens- und Dissensbereiche ermitteln, können wir erkennen, wo Handlungsmöglichkeiten bestehen. 

In der Publikation wurden zahlreiche Themen angesprochen, von denen viele komplex und nicht in wenigen Worten zu klären sind. Sobald wir unsere Prüfung abgeschlossen haben, werden wir gern die Gelegenheit nutzen, diese Vorwürfe und Forderungen an Bayer mit den Autoren der Publikation zu erörtern.

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Author: UmweltDialog

Den Nachhaltigkeitsversprechen des Bayer-Konzerns stehen Fallbeispiele aus Argentinien, Brasilien, Indien und dem südlichen und östlichen Afrika gegenüber. Diese zeigen nach Ansicht der Autoren, dass der neue Megakonzern Umwelt und Menschenrechte gefährdet und der Umsetzung der UN-Entwicklungsziele (SDGs) entgegenwirkt. Die entwicklungspolitischen Organisationen Inkota und Misereor stellen die Broschüre jetzt in Bonn vor.

Sarah Schneider vom Werk für Entwicklungszusammenarbeit Misereor: „...Das Risiko für die Gesundheit von Millionen Bauern, Bäuerinnen sowie Plantagenarbeitern und -arbeiterinnen hält Bayer jedoch nicht von der Vermarktung hochgiftiger Pestizide ab.“ Im Gegenteil vermarkte das Unternehmen seine Pestizide zum Teil mit doppelten Standards. „Um seine Profite zu steigern, nimmt Bayer Menschenrechtsverletzungen offensichtlich in Kauf und missachtet internationale Verhaltensregeln.“

„Trotz seiner Nachhaltigkeitsversprechen und Imagekampagnen hält Bayer an seinem Geschäftsmodell fest“, sagt Lena Michelsen von Inkota. „Bayer ist fest entschlossen, auch die von Monsanto übernommenen Produkte – wie das umstrittene Glyphosat – zu verteidigen. Auch wenn der Firmenname Monsanto verschwinden soll, werden die bereits früher kritisierten Geschäftspraktiken des US-Konzerns unter dem Label von Bayer - dem nun größten Agrarkonzern der Welt mit Sitz in Deutschland - weitergeführt.“

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