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Studie zu Arbeitsbedingungen in Zuliefererfabriken von Primark und C&A

Author: Nils Klawitter, Spiegel Online, Published on: 11 June 2019

"Wie Arbeiter in Sri Lanka für Primark schuften müssen", 11. Juni 2019

Regal Calibre ist eine von zehn Fabriken, die die Christliche Initiative Romero aus Münster (CIR) gerade zusammen mit einer Partnerorganisation in Sri Lanka untersucht hat... 76 Arbeiter und Arbeiterinnen wurden für die Studie befragt, die Ergebnisse sind ernüchternd.

46 Prozent der Befragten verdienen in der regulären Arbeitszeit nicht mal den Mindestlohn. Gut ein Drittel stempelt aus Angst vor Entlassung nach den maximal 45 Wochenstunden aus und arbeitet dann ohne Überstundenzuschlag weiter. Jede zweite der befragten Arbeiterinnen macht mehr Überstunden als die für Frauen erlaubten zwölf Stunden pro Woche...

Das Geschäftsmodell der schnellen Mode ("fast fashion), bei dem teilweise im Wochenrhythmus neue Kollektionen in die Läden geschafft werden, wurde ganz wesentlich von Primark geprägt...

Ein C&A-Sprecher [teilte mit], die erwähnten Missstände in den Fabriken Sri Lankas seien Verstöße gegen den Verhaltenscodex für Lieferanten und würden nicht toleriert...

Für Primark räumt der Sprecher "eine kleine Anzahl von Problemen an drei Standorten" ein. Bei Prüfungen konkret aufgefallen sei allerdings nur "ein Arbeiter, der Überstunden machte". Ansonsten zahlten "alle Fabriken Löhne im Einklang mit dem nationalen Mindestlohn". Aber wie sollen Arbeiter wie Tharuka mit dem kargen Lohn eine Existenz aufbauen, wenn etwa die Hälfte allein für die Unterkunft draufgeht? Diese Frage, so der Sprecher, sei "von entscheidender Bedeutung", weshalb man ja Mitglied in einer Initiative für faire Löhne sei.

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