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Kommentar: "Da ansetzen, wo es wehtut"

Author: Alexandra Endres, Zeit Online, Published on: 14 August 2019

14. August 2019

...Jetzt gibt es auch in Deutschland eine Debatte darüber, was man tun könne, um den Amazonaswald noch zu retten. Der Vorstoß von Umweltministerin Svenja Schulze, die IKI-Ausschreibung zu stoppen, wird in Brasilien wahrgenommen – das ist vermutlich hilfreich, auch wenn Präsident Bolsonaro sich die Einmischung bereits verbeten hat...

Womöglich wäre es aussichtsreicher, an einer Stelle anzusetzen, die Brasilien stärker schmerzt: bei den Wirtschaftsinteressen seiner Exporteure, zum Beispiel der Landwirte, die Soja und Rindfleisch in großem Maßstab an die halbe Welt verkaufen. Die Europäische Union gehört zu den wichtigen Importeuren, und sie hat gerade ein Freihandelsabkommen mit dem Mercosur geschlossen, dem gemeinsamen Markt Südamerikas...

Zwar enthält das Abkommen Klauseln zum Klima- und Waldschutz. Doch nach allem, was bisher bekannt ist..., bleiben diese recht allgemein...

Würde die EU aber klarstellen, dass sie nur Sojaprodukte und Rindfleisch importiert, die nachweisbar regenwaldfreundlich erzeugt wurden, und anderenfalls die Einfuhren stoppen: Es wäre ein starkes Druckmittel...

Noch hat sich die Bundesregierung nicht zur Freihandelsfrage geäußert. Anders als Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der angekündigt hat, das Abkommen mit dem Mercosur nur dann zu ratifizieren, wenn Bolsonaros Regierung den Schutz des Regenwalds tatsächlich garantiere...

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