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Sieben Jahre nach Fabrikbrand bei KiK-Zulieferer: Deutschland braucht endlich ein Lieferkettengesetz

Author: European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), Published on: 10 September 2019

Am 11. September 2012 starben in der Textilfabrik Ali Enterprises in Pakistan 258 Menschen – auch weil der deutsche Auftraggeber KiK sich nicht darum kümmerte, dass sein Zulieferer den Brandschutz einhielt. Anlässlich des siebten Jahrestags des Fabrikbrands fordert das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) gemeinsam mit 63 weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen ein Gesetz, das deutsche Unternehmen dazu verpflichtet, Menschenrechte und Umweltstandards weltweit einzuhalten.

Auch Betroffene des Fabrikbrands unterstützen die deutsche Initiative Lieferkettengesetz...

Vier Betroffene aus Pakistan hatten mit Unterstützung des ECCHR und medico international in Deutschland gegen KiK geklagt – jedoch ohne Erfolg. Das Landgericht Dortmund wies die Klage wegen Verjährung nach pakistanischem Recht ab. Die Initiative Lieferkettengesetz fordert darum nicht nur besseren Zugang zum Recht für Betroffene. Ein zukünftiges Lieferkettengesetz muss so gestaltet werden, dass die Bestimmungen auch auf Schadensfälle aus dem Ausland angewendet werden, die normalerweise nicht nach deutschem Recht verhandelt würden...

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