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Greenpeace-Bericht: Große Fortschritte in Entgiftung der Textilindustrie

Autor(a): Michael Weiland, Greenpeace, Publicado en: 12 July 2018

Seit sieben Jahren arbeitet Greenpeace intensiv daran, mit der Modebranche ihre Textilien zu entgiften...

Die Bilanz macht Mut. Dank der Arbeit von Greenpeace hat die Entgiftung in der Textilindustrie in den vergangenen sieben Jahren große Fortschritte gemacht. 80 Unternehmen haben sich weltweit auf Druck der Kampagne zu einer giftfreien Produktionsweise bekannt. Mit dem Zusammenschluss von Textilherstellern aus dem Prato-Distrikt in Norditalien hat sich sogar erstmalig eine ganze Textilregion verpflichtet, giftfrei zu produzieren...

Seit 2011 lenkt Greenpeace den Blick auf das umweltschädliche Verhalten der Textilbranche und fordert Verbesserungen ein. Ganz konkret bedeutet ein Detox-Commitment, dass die teilnehmenden Firmen unterschreiben, ihre gesamte Produktion bis zum Jahre 2020 von umwelt- und gesundheitsgefährlichen Chemikalien zu entgiften. Ein ehrgeiziges Ziel, das zunächst von der Branche und in vielen Medien als unerfüllbar und unrealistisch abgetan wurde... Sieben Jahre und 79 Commitments später müssen auch hartnäckige Zweifler einräumen: Die Ziele waren nicht zu hoch gesteckt. Eine giftfreie Produktion ist möglich...

Die Kampagne hatte auch politische Auswirkungen. Auf Druck von Greenpeace wurden etwa in China strengere Abwasserstandards durchgesetzt – selbst wenn andere Erfolge, wie etwa eine Transparenzverordnung, später wieder aufgehoben wurden. Ein EU-weites Einfuhrverbot für Textilien, die giftige Nonylphenolethoxylate (NPE) enthalten, geht zudem auf Untersuchungen von Greenpeace zurück, 2020 tritt es in Kraft. In Indonesien und Mexiko hat die Kampagne ebenfalls gesetzliche Maßnahmen für saubereres Wasser angestoßen...

[mit Bezug auf H&M, Zara (Inditex), Puma und Lidl]

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