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Artigo

20 mai 2020

Author:
Gregor Rahn, Akzente

Interview: Menschenrechte im Tourismus - was kann die Branche tun?

  • Tourismus-Unternehmen haben oft selbst bei kleiner Mitarbeiteranzahl sehr lange Lieferketten
  • Viele Unternehmen stehen beim Thema der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht noch am Anfang
  • Ausbleibende Reisende im globalen Süden durch Covid-19 gefährden besonders die Schwächsten der Gesellschaft

Mit den 2011 verabschiedeten UN Guiding Principles on Business and Human Rights wurde erstmals ein internationaler Referenzrahmen für das Thema Wirtschaft und Menschenrechte geschaffen. Das war der Ausschlag für die Gründung der Brancheninitiative Roundtable Human Rights in Tourism, der heute Reiseveranstalter, Verbände, Zertifizierer sowie Institutionen und NGOs aus sechs europäischen Ländern angehören. Wir sprachen mit Jara Schreiber von der Multi-Akteurs-Initiative zu Menschenrechten im Tourismus und zu den Auswirkungen von Covid-19...

Inwiefern beschäftigen Sie sich mit der Gesetzesinitiative?

Wir befürworten in jedem Fall die Gesetzesinitiative und befinden uns auf nationaler Ebene in engem Austausch mit dem NAP-Helpdesk, der auf nationaler Ebene mit der Umsetzung des Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte betraut ist. Auf europäischer Ebene beobachten wir durch unsere Mitglieder auch die dortigen Entwicklungen... Obwohl unter unseren deutschen Mitgliedern nur ein Unternehmen so groß ist, dass ein Gesetz rechtlich relevant wäre, wäre es nichtsdestotrotz ein großes Zeichen für die Branche und die gesamte Wirtschaft.