Deutschland: Deutsche Bank kündigt Mietvertrag für den nächsten parlamentarischen Abend des Verbands der Familienunternehmer
"Deutsche Bank storniert Mietvertrag des Verbands", 25. November 2025
Die Deutsche Bank zieht Konsequenzen aus dem Umgang des Verbands Die Familienunternehmer mit der AfD: Das größte deutsche Kreditinstitut hat einen bestehenden Mietvertrag des Verbands für einen Parlamentarischen Abend im kommenden Jahr storniert, erfuhr das Handelsblatt von mit dem Sachverhalt vertrauten Personen. Die Bank habe sich mit dem Verband auf eine Auflösung des Vertrags „geeinigt“, hieß es an anderer Stelle.
Hintergrund ist ein Parlamentarischer Abend des Verbands, der im Oktober dieses Jahres in einer Niederlassung der Deutschen Bank in Berlin nahe des Brandenburger Tors stattgefunden hatte. Wie zuerst „The Pioneer“ berichtet hatte, hatte der Verband zu dieser Veranstaltung erstmals auch Vertreter der AfD eingeladen.
Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte nur, das Institut habe für diese Veranstaltungen Räumlichkeiten vermietet. „Die Deutsche Bank hatte aber keine Kenntnis von der Gästeliste und auch keinen Einfluss darauf“, sagte der Sprecher. Im Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden finden immer wieder sowohl interne wie externe Veranstaltungen statt.
Weder die Deutsche Bank noch der Verband äußerten sich zu den Handelsblatt-Informationen über die Stornierung eines bestehenden Mietvertrags für einen weiteren Parlamentarischen Abend. Der Verband, dem 6600 Unternehmerinnen und Unternehmer angehören, wollte sich nicht zu seinen Planungen für nicht öffentliche Veranstaltungen äußern...
Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann sagte dem Handelsblatt, das „Kontaktverbot“ zu AfD-Bundestagsabgeordneten sei mit dem jüngsten Parlamentarischen Abend Anfang Oktober aufgehoben worden. In mehreren Landesverbänden habe es ohnehin „diese Art der Brandmauer noch nie gegeben“. Diese Haltung hat eine breite Debatte über den Umgang der Wirtschaft mit der Partei ausgelöst...