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Artikel

9 Aug 2021

Autor*in:
dpa, Die Zeit

Tag der indigenen Völker: Wachsende Bedrohung trotz ILO-169 und Lieferkettengesetz

Katherine Quaid/WECAN International

WECAN Indigenous Women’s Tongass Delegation rallies alongside Jane Fonda during #FireDrillFridays in Washington D.C., November 2019. Photo Credit: Katherine Quaid/WECAN International

"Indigene bezahlen Umweltschutz mit ihrem Leben", 9. August 2021

Zwar gelten die indigenen Völker im Kampf gegen den Klimawandel als wichtige Verbündete, aber intensive Landwirtschaft, illegaler Bergbau und riesige Energieprojekte rücken die Urvölker ins Fadenkreuz von Großkonzernen und Kriminellen.

Immer wieder werden indigene Aktivisten in Lateinamerika ermordet, wenn sie Widerstand gegen wirtschaftliche Aktivitäten in ihren traditionellen Siedlungsgebieten leisten...

Viele indigene Organisationen in der Region sehen eine wachsende Gefahr für Leib und Leben ihrer Mitglieder...

In Brasilien versucht die rechte Regierung von Präsident Jair Bolsonaro derzeit allerdings, den Indigenen ihre Ländereien mit rechtlichen Mitteln streitig zu machen. Die Abgeordnetenkammer billigte vor wenigen Tagen ein Gesetz, nach dem Landbesetzer künftig legale Eigentumstitel für geraubte Gebiete erhalten können. Wochenlang protestierten Indigene vor dem Kongress in Brasília gegen die Initiative, die nun in den Senat geht...

Über die globalen Lieferketten sind auch Unternehmen und Konsumenten in Deutschland für die Lage der Indigenen in Lateinamerika mitverantwortlich. Im April ratifizierte der Bundestag das Übereinkommen 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die Konvention regelt die Anhörung und Einbindung indigener Völker bei wirtschaftlichen Projekten in ihren Siedlungsgebieten.

«Obwohl die Bundesregierung kurz vor Ende der Legislaturperiode mit der Ratifizierung der ILO-Konvention 169 und der Verabschiedung des Lieferkettengesetzes positive Zeichen gesetzt hat, gibt es selbst für die Indigenen Europas wenig Lichtblicke», sagte Yvonne Bangert von der Gesellschaft für bedrohte Völker. So gerät derzeit beispielsweise die Lebensgrundlage der Sami in Norwegen in Gefahr, weil in ihrem Siedlungsgebiet Kupfer abgebaut werden soll.

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